Druckschrift 
1 (1983)
Entstehung
Seite
79
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Verdienst haben soll, die Lücken auszufüllen, diewir oben bemerkten. Wir glauben die Abände,rungen, die wir vorschlagen, durch einige Motiv«rechtfertigen zu müssen.

Die Wahl der Mittel, die zur Erweiterungder Kenntnisse der Rebarten dienen, muß Haupt,sächlich auf den rein praktischen Zweck gerichtetwerden, diese Mittel sollten daher ebenso untrüg,lich, als einfach und für jeden auch nicht wissen-schaftlich gebildeten Mann von natürlichem Wer,stände, leicht faßlich seyn.

Wir müssen demnach, so viel möglich, denselbeneinfachen Weg wählen, auf welchem der gewöhn,liche Weingärtner ohne botanische Kenntnisse sichin den Besitz der Kunst gesetzt hat, seine Pfleg,linge, mit denen er sich durch lange Bekanntschaftvertraut machte, fast zu jeder JahrSzeit wieder zuerkennen; indem wir die anerkannt konstanten auf,fallenden, und die Mehrheit der Rebarten umsas,senden Charaktere voranstellen, und wenn wir aufdiese Weise die verwandten Rebsorten in Classenund dann in Zünften oder Ordnnngen vereinigthaben, erst bei diesen die minder auffallenden undminder konstanten Merkmale beschreiben. Wirmüssen ferner, so lange sich die Oenologen nochnicht über eine bestimmte Nomenklatur vereinigthaben, denjenigen Namen sür die einzelnen Artenund Abarten wählen, welche da, wo sie die vor,herrschenden Traubensorten sind, der gangbarste,und nach dem Urtheil sachverständiger Weinpflan»