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Im ersten Herbste fallen die Tlätter mit denSamenlappen ab, und dann entsteht oben auf demStammchen ein kleiner Knopf, aus dessen Keimim zweiten Jahre wieder ein weicher Stengel her-vor wächSt, dem gleich, der im ersten Jahre ausdem Samenkorn entstand; in dieser zweiten Periodeverlängert sich der Stengel da, wo er am weich-sten ist, mithin gegen sein oberes Ende; seineVerlängerung an dem unter dem kleinen Knopfebefindlichen Theil deS Stämmchens hingegen ist un-merklich , weil die Verhärtung deS Stämmchensvon unten herauf zunimmt, während die Wurzelnin der Erde sich ausbreiten.
Auf diese Weise bildet sich an dem Stammeder jungen Reben derjenige Theil, den man alsden Mittelpunkt der Pflanze betrachten kann, auSwelchem der Trieb nach oben in die Aeste, undnach unten in die Wurzeln geht.
In den folgenden Jahren wachsen auS die-sem Theile der jungen Rebe, der gewohnlich derKopf genannt wird, mehrere Aeste hervor, diesich auf die angezeigte Weise ausbilden, bei denauS dem Samen gezogenen Pflanzen aber so lang-sam erstarken, daß ein Zeitraum von wenigstens6—8 Iahren erforderlich ist, bis sie denjenigenGrad von Ausbildung erlangen, den ein ausSchnittlingen oder Ablegern gezogener Stock schonim zweiten Jahre hat.
Daher kam man auf die weise Erfindung,den Weinstock, dessen Zweige man einem Polypen