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Die Länge der wildwachsenden Reben ist un»bestimmt, bei den cultivirten bestimmt sie die Be»Handlung und der Schnitt deS Winzers*).
In Syrmien, im Königreiche Slavonien, wach»sen die wilden Reben 2V—30 Ellen lang, undman macht aus ihnen treffliche Drunnenstangenund die sogenannten Potsdamer Rohren**).
Eine noch weit größere Lange erreichen öftersdie cultivirten Reben, wenn die Stöcke an Ge»ländern gezogen werden. '
Mit der größern Ausbreitung ihrer Zweigeerweitert sich auch der Umfang ihres Stammes,wovon wir in den alten Classikern merkwürdigeBeispiele finden.
Nach Strabo traf man in Margiana Wein«Löcke an, die große Männer kaum umfassen konnten.
«) Die verschiedenen Schnittarten am Rhein hat der Ver-fasser schon in einer kleinen Abhandlung über den Rhein-ländischen Weinbau (Correspondenzblatt deS Würtemb.landwirthschaftl. Vereins von 1827) berührt, voll-ständig und mit Abbildungen erläutert, findet manjetzt die Erziehungsarten in dem neuesten Werke desHerrn Mezger in Heidelberg
„Der Rheinländische Weinbau"
Heidelberg ig27.
dargestellt.
*") Siehe Anmerkung in der deutschen Uebersetzung derAbhandlung über den Weinbau von Chapral «.Wien. löoi. S. 6.