der Einflüße des Climas, deS Bodens und einerkünstlichen Pflege hervorgebrachten Veränderungenin den cultivirten Pflanzen betrachten, deren Cha»raktere theilweise so konstant geworden sind, daßman mit der bewährtesten Erfahrung im Wider-spruch stehen würde, wenn man solche als ein blo»ßeS Spiel der Natur, oder als vorübergehende Schb<pfungen einer künstlichen Pflege betrachten wollte.
Für den Oeconomen ist es in der That minderwichtig, bestimmt zu wissen, von welcher wildwach-senden Pflanzenart dieses oder jeneS ökonomischeGewächs abstamme, oder wie viele Arten von eineroder der andern Pflanzengattung bis jetzt entdecktworden sind, aber von wesentlichem Interesse mußeS für ihn seyn, genaue Kunde sowohl von denArten alö den Abarten der cultivirten Gewächse zuerwerben, nicht nur, weil diese an sich schon einensehr ungleichen beonomischen Werth haben, sondernweil sie auch einer verschiedenen Pflege bedürfen,von der oft ihre Ertragsfähigkeit und Fortdauerallein abhängt.
Gewiß verdient in dieser Beziehung eineS deredelsten cultivirten Gewächse,
die Weinrebe mit ihren Arten undAbarten
gründlicher als bisher beobachtet zu werden. DennauS dem Schoße des Orients fast in alle bewohntenTheile der Erde, vom tv. bis 51. Grade der Breite"),
«) Gruudzüge einer allgemeinen Pflanzen-Geographievon Professor Schouiv. S. 206 — 209. - Berlin iv2z.