Titel des französischen Hippokrates beilegten — erstarb nach einem sehr frugalen Leben als Fünfund-siebenzigjähriger im Jahre 1737 — pflegte, wenn erreiche Patienten besuchte, durch die Küche zu gehenund die Köche dafür zu loben, wie dankbar ihnen dieÄrzte zu sein hätten: „Wenn Ihr nicht wäret, könntedie ganze Fakultät betteln gehen!" Und der Rittervon Zimmermann berichtet uns aus seiner BehandlungFriedrich des Großen kurz vor dessen Tode folgen-den Dialog:
Zimmermann: „Die einzigen gefährlichen Feinde EuerMajestät sind Ihre Köche!"
Der König: „Sie können sich nicht vorstellen, wiemäßig ich bin; ich koste bloß meineSpeisen und esse nur, um mich zustärken." (Dazu machen wir die An-merkung: Was nicht hinderte, daß der König in schwer-krankem Zustand frühmorgens Kaffee trank, dannSahnenbaisers, Erdbeeren, Kirschen, Diablotins und kaltesFleisch frühstückte, zwei Tage darauf von einem frischenAal zu Mittag aß usw.)
Zimmermann: „Sire, ich habe noch eine Regel, andie ich fest glaube: man wird nur durchdas gestärkt, was man verdaut."
Der König: „Sehr wahr."
Zimmermann: „Der Küchenmeister Euer Majestätist ein großer Mann in seiner Art,aber ich halte ihn für einen gefähr-lichen Mann."
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