maeus Lagi lebenden Archestratos mit der Zubereitungvon Fischen und anderen gaumenreizenden Dingen be-faßten — bis zu den modernsten Gratisrezepten unsererMagistrate, die, zur wirksameren Bekämpfung der Fleisch-not, als das durch Teuerungsresolutionen und Protestegegen den schwarzblauen Block erreichbar war, unsereHausfrauen die schmackhafteste Zubereitung gleichfallsvon Seefischen lehrten. Mithin bedarf ein neues Kochbüch-lein so wenig der Entschuldigung wie einer Empfehlungund es dürfte weniger als manches andere literarischeopus oder opusculum Gefahr laufen, mit des weisenSalomo Stoßseufzer „Viel Büchermachens ist kein Ende"abgetan zu werden. Ist doch ohnehin besagter König,der Alles für so ganz eitel erklärte, nicht müde ge-worden, wiederholt einzuschärfen, daß es fein sei, wennman isset und trinket und guten Mutes ist in allerArbeit. Das hängt aber gerade davon ab, daß das Essenauch gut gekocht war.
Wir wenden uns noch dazu, wie schon diese bedacht-same Introduktion verrät, an ein besonderes Publikum:die jüngeren und älteren Paare von Mann und Weib,die — so wenig sie sonst in proletarischen Verhältnissenwurzeln oder auf deren kulinarisches Niveau beschränktsein sollen — als Küchenwappen und Symbolum den dop-pelbauchigen „Paartopf" führen, wie ihn die brave Arbeiter-frau in den östlichen Provinzen benutzt, um ihrem liebenEhemann das Mittagsmahl an die Arbeitsstelle zu bringen.Wir wenden uns an Künstler und Künstlerinnen, andereProfessionisten und an alle Paare, deren weibliche Hälften
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