Druckschrift 
1 (1802)
Entstehung
Seite
123
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L. Warme Butterteig-Pasteten. 12z

i. Schüssel - Pastete von jungenHühnern.

Man macht ein Fricassee von Huhnern,wie oben unter der eigenen Nummer gesagt ist.Dann macht man von zwey alten Hühnerbrü-sten und H Pfund Rindermark eine feine Farße,theilt sie in drey Theile, einen Theil färbtman mit Krebsbutter roth, den andern mitSpinatbutter grün, der dritte bleibt weiß.Davon werden längliche Klöße tressirt und mitMehl bestreut, diese werden in Bouillon abge,kocht. Die Magen und Lebern werden mit HSchock Krebsschwänzen, Champignons, Brech-spargel, Blumenkohl, einigen recht grünge-kochten Erbsen ebenfalls abgekocht. Dieses al-les muß erst abgekocht und ausgeputzt seyn,dann wird es in ein Leison von sechs Eydotterngelegt und damit das Fricassee von Hühnern le-girt. Dann werden von dem so eben beschrie-benen Butter- oder Blätterteig vier StückKränze nach der Größe der Schüssel geschnit-ten, davon einer immer kleiner ist, als der an-dere, diese werden abgebacken und darin dasFricassee von Hühnern mit seiner schönen Mi-schung angerichtet. Dieses ist die beste Art derSchüssel-Pasteten, weil der Teig gehörig aus-backt.

Mit