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Ueber das Einmachen.
812. Gekernte Zwetschen einzumachen.
Man nimmt 3 Pfund recht reife, gute Zwetschen,
schneidet die Kerne heraus und legt sie in einen Stein-topf, nebst V? Loth Zimmt und Loth Nelken. Hierzunimmt man I Vr Pfd. Zucker, 1 Schoppen Essig und V 2Schoppen Franzwein, statt dessen recht guten Rhein-wein. Dieses wird wohl mit einander aufgekocht undausgeschäumt, und kalt auf die Zwetschen geschüttet.Das Kochen des Saftes wiederholt man nach 24Stunden zweimal, und zum drittenmal werden dieZwetschen einen Wall mit aufgekocht.
813. Zwetschen in Essig einzumachen.
Es werden schöne, zeitige Zwetschen, die nichtrunzlich sind, dazu genommen, allen laßt man einenkurzen Stiel. Das Blaue wird rein abgewischt, als-dann sticht man sechsmal jede Zwetsche mit einer großenNadel durch und durch, und legt sie hierauf in einsteinernes Geschirr. Zu 6 Pfund Zwetschen nimmtman dritthalb Pfund Zucker, 1 Loth Zimmt, 1 LothNelken, 1 Maas recht guten Weinessig. Dies läßtman zusammen wohl kochen, und schäumt es ab. Als-dann gießt man dieses in das Geschirr siedend über dieZwetschen, und bindet solches sogleich fest zu, daß dieKraft recht beisammen bleibt. Nun läßt man sie 24Stunden stehen, gießt den Essig ab, macht ihn wiedersiedend, und nach abermals 24 Stunden wiederholtman das noch einmal. Das letztem«! wird der Topfnicht eher zugebunden, bis der Essig kalt ist.
814. Noch eine andere Art, Zwetscheneinzumachen.
Die Zwetschen werden, wenn sie recht zeitig sind,mit den Stielen gebrochen, die Stiele ein wenig beschnit-ten, und die Zwetschen hier und da mit einem Hölzchengestochen. Auf 4 Pfund Zwetschen rechnet man 2 Pfd.Zucker, V- Loth Zimmt, V- Loth ganze Nelken, '/r