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Ueber das Einmachen.
804. Salz-Gurkcn einzumachen auf eine sehrgute Art.
Man nimmt schöne gerade Gurken, wascht sie rechtsauber, umschlägt dann jede einzelne Gurke mit 1 Neben-blatt, und legt sie am besten so in den Topf, daß dieumgeschlagene Seite des Blattes unten hin zu liegenkommt. Die Nebenblätter müssen vorher tüchtig abge-waschen werden. Zwischen jede Lage Gurken streut manetwas Pfeffer, Nelken, Lorbeerblätter, etwas Dill und 1Messerspitze voll Cremortartari (aus der Apotheke). Hier-auf trägt man die eingelegten Gurken in den Keller, gießtdann gekochtes und wieder erkaltetes Salzwasser darüber.Man rechnet auf 4 Schoppen Wasser 2 ordentliche Händevoll Salz. Hierauf beschwert man die Gurken, doch nichtzu viel, und nach 8—14 Tagen sieht man nach, undmacht die weißliche Haut, die sich unterdessen gebildethaben wird, vorsichtig mit dem Finger los. (Ueberhauptist es gut, bei allem Eingemachten öfters nachzusehen.)Will man von den Gurken essen, so kann man sie nachBelieben schälen, der Lange nach zerschneiden und etwasEssig darüber gießen.
8V3. Senf-Gurken einzumachen.
Hierzu nimmt man schöne große Gurken. Sie werdengeschält, in der Hälfte von einander geschnitten, miteinem silbernen Löffel die Kerne herausgemacht, undüber Nacht gesalzen. Den andern Morgen werden dieGurken abgetrocknet und lagenweise in einen steinernenTopf gelegt. Zwischen jede Lage Gurken legt manPfefferkörner und in jede Gurke steckt man 3—4 guteNelken, dann kommen Chalottenzwiebel, aber kein Dill.Senfkörner werden nach Gutdünken dazwischen gestreut.Hierauf schüttet man heißen Essig darüber. Diesenkocht man nach 2 Tagen wieder, und nach abermals2 Tagen noch einmal. Dann sind sie fertig.