328 Verschiedenes.
gen so stehen, bringt sie dann noch einmal in kochendesWasser und nachdem sie auch hierin eine Zeitlang ge-standen, werden sie in andern: kochendem Salzwassererst abgebrüht und dann wie gewöhnlich ausgemacht.
727. Butter auszulasten.
Man thut die Butter in einen Topf, läßt sie beigelindem Feuer vergehen, und stellt sie alsdann zugedecktin den Keller, damit sich die Buttermilch gehörig abson-dern kann. Am folgenden Tag sticht man sie aus, undläßt sie in einem Kroppen bei gelindem Feuer,Stunde ungefähr kochen, bis sie hell und klar ist, undder Schaum dunkelgelb, aber nur nicht braun geworden.Dann stellt man sie V» Stunde lang vom Feuer, da-mit sie sich setzt, bindet dann ein leinenes Tuch übereinen steinernen Topf, und läßt die Butter durchlaufen.Ist sie erkaltet, so streut man etliche Körner Salz obendarauf, bindet sie mit starkem Papier zu, sticht obenmit einer Nadel Löchelchen hinein, und hebt sie aneinem kühlen Orte auf.
Das Gefäß darf bei dem Aufstellen nur halb vollButter gethan werden, auch ist es reichlich, nicht zweiGefäße auf einmal in den Heerd zu stellen, weil sonstdie Butter zu gleicher Zeit in die Höhe steigt.
Es wird bei dem Ausstellen der Butter eine Zwiebelhinzu geschnitten, ist diese braun, so ist die Butter fertig.Auch kann man etwas Salz gleich zur Butter thun.
728. Butter einzusalzen.
Man wascht die Butter ganz rein aus, nimmtdann zu 1 Pfd., IV- Loth Salz gut gewogen, undläßt sie so über Nacht stehen. Am folgenden Tag kne-tet man sie nochmals tüchtig untereinander und drücktsie fest in einen steinernen Topf. Alsdann kocht manWasser und Salz zusammen und wenn es erkaltet ist,gießt man es über die Butter und bindet sie mit Pa-pier zu, in welches man Löchelchen gestochen hat.