230 Hefen- und Schmalz-Backerei.
482. Wiener Kuchen.
Man rührt V 2 Pfd. Butter mit 4 Eierdotternund 2 ganzen Eiern recht stark ab. Dann thutman 1 Pfund schönes weißes Mehl daran nebst2 großen Eßlöffeln voll dicker Bierhefe, und machtden Teig mit Milch vollends an, daß er wie eingerührter Kugelhopfen-Teig ist. Dann schlägt manihn bis er sich vom Löffel schält, rührt 4 Lothkleine Rosinen, etwas fein geschnittene Citronenschale,Salz nach Gutdünken, 4 Loth fein gestoßenenZucker, 2 Loth fein geschnittene Citronat hinein,füllet den Teig in ein Blech mit einem Rande,welches zuvor mit frischer Butter bestnchen werdenmuß, so daß der Kuchen 2 Finger dick ist; soläßt man ihn nun gehen. Indessen schneidet man4 Loth abgezogene Mandeln, so dünn als möglich.Wenn nun der Kuchen gehörig gegangen ist, be-streicht man ihn mit 1 zerkleppertem Ei, wendetdie Mandeln in Zucker um, bestreut den Kuchendamit, stellt ihn in's Oefchen und läßt ihn schöngelb backen.
483 Windbeutel.
Es wird Maas Milch kochend gemacht, V.Pfund Butter hinzugethan und dann 1 PfundMehl nach und nach hineingerührt, und so langeauf dem Feuer gerührt, bis es sich vom Topfe ab-löst. Nachdem es etwas erkaltet ist, kommen 9 —10Eier, immer eins nach dem andern, nebst ein wenigSalz und Zucker dazu. Dieß wird recht zusam-