Hefen- und Schmalz-Backerei. 223
mit Zucker bestreut und wieder gebacken, dannfolgender Guß darauf gethan: 6 Eier (das Weißedavon zu Schnee geschlagen, wird zuletzt hinzuge-than), 12 Loth Zucker, 2 gestoßene Zwieback, einigeHände voll fein gestoßene Mandeln, 1 Schoppensaurer Rahm und dies hauptsächlich von oben fer-tig gebacken. Der Guß muß lange gerührt und,wenn Alles fertig ist, der Eischaum hinzugethanund gleich gebacken werden, bevor der Schaumwieder zergeht.
463. Sogenannter Petzkuchen.
Zu diesem setzt man einen guten Teig an von'/y Kumpf Mehl (4'/r Pfd.), 2 Schoppen lauerMilch, und für 2 Kreuzer gute Bierhefe, die mandurch ein feines Seierchen hineinlaufen läßt.
Wenn der Teig in der Wärme gehörig gegan-gen ist, wirkt man ihn recht, und nun kommt 1Pfund Butter, und etwa 2 knapp gewogene LothSalz hinein. Alsdann wird der Teig auf einemgroßen, ganz dünn mit Butter bestrichenen Btechausgewelgert, von '/§ Pfund Butter Sckmittchengemacht, diese in einiger Entfernung von einanderrings um den Kuchen gelegt, (wie bei Randkuchen)und nachher ein breiter Rand übergeschlagen. AuAder Oberfläche des Kuchens wird der Teig in belie-biger Entfernung mit Daumen und Zeigefingeretwas zusammengedrückt, und in die kleinen Ver-tiefungen, die es da gibt, legt man dünne Schnitt-chen Butter. Wenn der Kuchen dann aus dem