Hefen- und Schmalz-Backerei. 219
454 Gefüllte Kräpfel.
Wenn der Teig zu den gewöhnlichen Kräpfelnausgewelgert ist, so schneidet man die länglichvier-cckigen Stückchen noch einmal so lang, legt auf dieeine Hälfte derselben mit einem Kaffeelöffel etwaseingemachte Jvhannis- oder Himbeeren. Oder mandämpft scheibig geschnittene Aepfel (am besten un-gewaschen) mit einem Stück Butter, Citronenschale,Zucker, Zimmt und kleinen Rosinen weich, unvsucht sie unten vor dem Anhängen zu bewahren.Hat man davon ein wenig auf das Stückchen ge-setzt, so schlägt man die andere Hälfte desselbendrüber und drückt auf den 3 Seilen ein schmalesRändchen herauf, so bekommt das einen gutenHalt. Man kann auch 2 kleine Böden von Teigmit einem Trinkglas ausstechen.
433. Kräpfel in kleinerer Quantität.
Man thut 2 Pfund schönes Mehl in eineSchüssel, rührt mit 1 Schoppen lauer Milch und3 Eßlöffel voll Hefe einen Teig zart an, und läßtihn in der Wärme gehen. (Bei Kunsthefe läßtman den Teig viel länger gehen, auch muß zumEinrühren die Milch wärmer sein.) Ist nun derTeig gehörig gegangen, so wird er mit ViertelButter, 2 Eiern und etwa 1 gut gewogen halbesLoth Salz recht durchgewirkt und dann nicht sodünne ausgewelgert. Hierauf schneidet man miteinem Messer Riemen davon, dann wieder überzwergdie Stückchen ab, und legt sie auf eine reine Ser-