Milch-, Mehl- und Eier-Speisen. 181
Man nimmt hierzu recht gute mehlige Kar-toffeln, schält sie, schneidet sie in Schnitzen, wäschtsie mehrmals aus reinem Wasser in einen Kroppen,streut etwas Salz darüber, und gießt so viel Was-ser dazu, daß es den Kartoffeln gleich steht. Sinddiese weich gekocht, so gießt man das Wasser inein reines Gefäß ab, und stampft die Kartoffelnmit einem hölzernen Stößer recht zart. Nun gießtman Milch nach Gutdünken hinzu, daß der Breiweder zu dick noch zu dünne wird, stellt ihn über'sFeuer und rührt ihn bis er Blasen bekommt, dannrichtet man ihn an, und schmelzt ihn mit zuvorgedämpften Zwiebeln, oder auch geröstetem Weck-mehl. Es ist gut, wenn sich der Kartoffelbrei rechtzieht. Wer den Brei nicht ganz mit Milch an-rühren will, der kann recht gut noch von d'r ab-gegossenen Brühe von den Kartoffeln dazu nehmen.
Kocht man gesalzenes Schweinefleisch zum Sauer-kraut, so muß man es mit Wasser beistellen, weil,wenn man es gleich dazu thun will, es dem Sauer-^ kraut einen zu scharfen, unangenehmen Geschmackmittheilt. Eine Stunde vor dem Anrichten legtman das Fleisch auf das Sauerkraut, kocht in derBrühe die Kartoffeln gar, füllt den Brei noch mitnöthiger Milch auf, wodurch man das Salz andem Kartoffelbrei gespart hat; auch gibts ihm einenkräftigen angenehmen Geschmack.
373. Kartoffel-