Compote und Früchte-Gelee. 103
gelegener Zeit fertig machen, so wird die Massedurch ein dünnes lockeres Leinentuch gedrückt, sodaß sich die Flüssigkeit von dem faserigen Wesentrennt, indem dieses zurückbleibt. Diese mehr oderweniger klare Flüssigkeit wird in einen Tiegel oderkleinen Kessel gethan, je nachdem man wenig oderviel hat, sodann über Kohlen erwärmt und abge-dämpft. Gleichzeitig rührt man klaren Zucker indie Masse. Hinsichtlich der Quantität des ZuckerSgilt die allgemeine Regel: der Zucker verdirbt Nichts.Um jedoch einen Anhalt zu haben, nimmt man aufeinen halben Schoppen Saft ungefähr 1 PfundZucker. Während der Saft über dem Feuer steht,wird er fleißig mit einem Spatel oder zinnernenLöffel umgerührt. — Hat die Masse die gewöhn-liche Syrupsdicke erlangt, was man durch den Au-genschein oder durch ausgehobene Proben, die manerkalten läßt, wahrnimmt, so wird das Gefäß vomFeuer gehoben, und die Masse, ehe sie erkaltet, aufsogenannte Zuckergläser gefüllt, nach dem Erkaltenmit Papier bedeckt und zugebunden an einem schick-lichen Orte aufbewahrt. Wir bemerken, daß beimAusdrücken der Masse das faserige Wesen zurück-bleibe. Dieses kann auf folgende Weise zur Berei-tung des
223. Himbeeresfigs
benutzt werden. Man gießt nämlich einen gutenEssig darauf, welcher alsbald die Kräfte an sichnimmt, drückt die Masse gut aus, und der Him-beeressig ist fertig. Derselbe hat ein schönes Ansehen.