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3 (1878) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg vom Jahre 1400 - 1479
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1418.

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1418, Jan. 13.

Constanz.

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Cünratt von Schellenberg, Ritter, beurkundet, dass er sich mit den Grafen

Heinrich und Egen von Fürstenberg, Gebrüdern, seinen gnädigen Herren, wegen derhohen Gerichtsbarkeit über das Blut zu Huffingen vertragen habe '). Er und seineVorfahren hätten sich derselben in Folge kaiserlicher Verleihung und erhaltener Lehen-briefe 2 ) unterzogen; von Fürstenbergischer Seite aber wurde die Einwendung gemacht,dass die von Schellenberg den Blutbann zu Huffingen nicht haben könnten, da Gerichtund die Städte Huffingen Lehen von Fürstenberg seien. Der Handel gelangte vorKönig Sigmund. Nun vermittelten aber die Grafen Rudolf und Wilhelm von Mont-fort, Gebrüder, Grafen Hainrichs seligen Söhne, Graf Johans von Lupfen, Landgraf zuStülingen, und Caspar von Clingenberg, worauf Cünratt von Schellenberg anerkennt,dass er und seine Nachkommen das hohe Gericht über das Blutin den selben zwainstetten (sie) Huffingen, als wit vnd die müren begriffen band", von den genanntenGrafen von Fürstenberg und deren Nachkommen zu Lehen haben sollen. Er empfängtdieselben hiemit zu Lehen mit der Erlaubniss einen Galgen und einehoptstat" zuhaben. Die von ihm und seinen Vorfahren vom römischen Reiche erhaltenen Briefesollen todt und ab sein.

Geben ze Costentz an sant Hilarien tag nach den Winachten 1418 3 ).

Das Siegel des Ausstellers ist abgefallen.Perg. Or. Donaueschingen.

1) Am selben Tage beurkunden Graf Heinrich und Graf Egen von Fürstenberg, Gebrüder, dass siesich mit dem festen Bitter, Herrn Cünratt von Schellenberg wegen des Blutbanns zu Hüffingen verglichen undihm denselben zu Lehen gegeben haben. Die Siegel der beiden Aussteller (Heinrichs wie Band II, Nr. 409,Egens wie oben an Nr. 102 von 1414, Dez. 13, abgeschliffen). Perg. Or. Donaueschingen.

2) Die hierüber ausgestellten Or. Urkunden der Kaiser und Könige Karl IV. von 1364, Mai 8., Wenzelvon 1383, Okt. 16., Kuprecht von 140J, Sept. 5. und Sigmund von 1415, Juni 10. liegen im f. f. A. Vergl.auch Prhrr. v. Schreckenstein in der Badenia (1864), I, 181.

3) Ueber frühere Irrungen zwischen diesen beiden Parteien unterrichtet folgende Urkunde:

1415, Fehr. 6. Constanz. Budolf von Fridingen, gesessen zu Thengen, als Gemeinmann, und Lien-hart von Jungingen, Hainrich von Isennburg, beide Bitter, Burckhart von Byschach und Hanns von Hefingenals Schiedsmannen schlichten die Streitigkeiten zwischen den edlen wohlgebomen Grafen Hainrich und Egen,Gebrüdern zu Furstenberg und dem frommen festen Bitter, Herrn Cünratt von Schellenberg. 1. Der vonSchellenberg soll, wie er beansprucht, wieder in Gewähr des Wassers und der Fischenz, genannt die Schmyeh,gesetzt werden, das er durch Brief und Urkunde als Eigen seiner Vordem nachgewiesen. 2. Wegen der Klageder Grafen von Fürstenberg wegen des von Schellenberg in dem von ihnen lehenbaren Städtlein Huffingen an-gemaßten Stocks und Galgens, Blutbanns und hohen Gerichtes werden beide Parteien, da die Schiedsrichterdarüber nichts zu sprechen haben, vor den römischen König gewiesen. 3. Auf die Klage des von Schellenberg,dass die Grafen von Fürstenberg ohne sein Wissen und Willen Holz hauen in seinen Hölzern, die zu Munol-III. 13

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