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1415.
1415, Juni 10.
Constanz.
104. König Sigmund belehnt den Grafen Heinrich von Fürstenberg mit der Grafschaft
Fürstenberg.
Wir Sigmund von gotes gnaden Romischer kunig, ze allenezyten merer desrichs vnd ze Vngern, Dalmacien, Croacien etc. kunig, II bekennen vnd tun kunt offen-bar mit disem brief allen den, die in sehen oder hören lesen, das für vns kommenist der edel graf Heinrich II von Fürstenberg, vnser vnd des richs lieber getrüer, vndhat vns diemuticliehen gebeten, das wir im dise nachgeschriben lehen, mit namen diegraffschafft, die zu Fürstenberg gehöret, als lang, weite vnd breyte vnd mit solicherczugehörung, als die sin vordem vnd sin vatter selig gehabt hand vnd an in kommensin, mit solichen stücken, so hernach geschriben steet: des ersten die grossen ge-richten, lantgerichten, wildbennen, jarmerckten, czollen, geleiten vnd mit allen nützenvnd rechten vnd mit andern lehen, die er vß der grafschaft von siner hand andernluten zu leihend hat, stete vnd dorfere, wie die genant sind, die alle von vns vnddem riche zu lehen rurent, zu uerleihen gnediclich geruchen. Des haben wir ange-sehen des vorgenanten Heinrichs diemütige bete vnd ouch sine willige, getrüe vndvnuerdrosne dienste, die sine vordem vnsern vorfarn an dem riche, Romischen keysernvnd kunigen oft vnd dicke getan haben, derselbe graff Heinrich vns vnd dem richeteglichen tut vnd fürbaß tun sol vnd mag in künftigen czyten, vnd haben dorumbmit wolbedachtem mute, gutem rate vnd rechter wissen dem vorgenanten graf Hein-richen die vorgenanten lehen mit allen iren rechten, nützen vnd czugehorungen vndmit allem dem, das wir im von rechts wegen doran leihen sollen oder mögen vndzuuerlihen haben, gnediclich verlihen vnd verleihen im die ouch von Römischer kunig-licher mäht, in craft diß briefs, die zu haben, zu halden, zunyessen vnd zugebrüchenvnd die ouch zu empfahen, als oft des not geschieht. Were ouch, das dieselben sinemanne vnd lehenlüte in die lehen trügen vnd damit vezit schuffend oder anderstetend, dann im vnd siner lehenschafft nützlich vnd gut were, das er dann sine mannebesamein möge vnd gewalt vnd recht habe mit sinen briefen vnd gebotten ze ladenvnd zebemfen für sich vnd sine manne alle die, sunder oder samend, die im solichenintrag machten oder sinen vordem vnd im getan hetend, das vor im vnd sinenmannen mit rechte vßzetragend vnd rechtlich ende ze nemen, doch vnschedlich vnsvnd dem riche vnd vnsern mannen an vnsern diensten vnd süst yderman an vnsernvnd iren rechten. Vnd der vorgenant graf Heinrich hat ouch vns als eynem Romischenkunige doruf huldunge getan mit gelubd vnd eyde, als billich vnd recht ist.
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