1479—1493.
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1493, März 21.
Colmar.
341. Hainrich Graf zu Fürstemberg, der dem König Maximilian 1500 fl. geliehen
hat und mit dessen Willen die Herrschaft Triberg von Wilhelm von Liechtenfelsum 500 fl. lösen wird, und dem der König diese Herrschaft um 2000 fl. verschriebenhat, giebt demselben und seinen Erben das Öffnungsrecht in Schloss, Stadt undHerrschaft Triberg gegen jedermann, doch ohne seinen Schaden und auf derenKosten, und gelobt die Eechte dieser Herrschaft nach seinem Vermögen zu hand-haben und, was ihm zu schwer wird, allezeit an den König oder dessen Gewalthaberzu bringen, die Leute in der Herrschaft bei ihren Rechten und altem Herkommenbleiben zu lassen, sich mit den gewöhnlichen Zinsen und Diensten zu begnügen unddie Lösung um 2000 fl. dem Könige und seinen Nachkommen jederzeit zu ^gestatten *).Geben zu Colmar an phintztag nach dem sonntag Letare anno domini 93.
Das Ringpettschaft des Ausstellers (unten aufgedrückt, weil er sein Siegel diesmal nicht bei sichhat) (abgeb. No. 5) 2 ).
Perg. Or. Karlsruhe.
1) Anstatt IV, 160, 1.
2) Die Inschrift lautet: H. G. Z. F.
3) 1493 zinstag nach st. Jacobs tag [Juli 30.] sitzt Graf Erhart von Nellennburg, Herr zuTenngen, anstatt des Hofrichters, des Grafen Rudolf von Sultz, auf dem Hofe zu Rotwil zu Gericht.Hanns Federer, Prokurator zu Fryburg, eröffnet als Anwalt der Grafen Hainrich und Wolfgang zu Fürsten-berg, des Freiherrn Lewen zu Stouffen, Dietrichs und Caspars von Plümnegk, zweier Bitter, und Rudolfsvon Plümnegk, Landvogts zu Röteln, dass in der Klage des Abtes Jörg und des Konvents zu St. Jörgenauf dem Schwartzwald gegen die vorgenannten Beklagten um drei Jahreszinse, welche diesem Gotteshausejährlich zu 49 fl. von beiden Herrschaften Triberg gehen und mit 1222 fl. Hauptgut ablösbar sind und fürdie die Beklagten als Gewähren weiland Melchiors von Plümnegk, Ritters, und dessen Gemahlin Paula vonSchellemberg sei. verschrieben sein sollen, und um „den abganng vnd schwecherung der vorbestimptenvnnderpfannd baider herrschafften Triberg" folgendes Urteil des Hofgerichts ergangen sei: der BeklagtenProkurator solle beibringen, „das vnnser herr z u Sant Jörgen ön ffrwort in das abston Virichs von Lin-dow von den herrschafften Triberg verwilliget vnd zu Ensißhain mit vrteil erkannt, das Vlrichen von,»Lindow die vierzehenhundert guldin gegeben vnd das er mit vrtail von der verschrybung ledig getzelt,ouch das der vogt zu Triberg das gotzhus zu Sant Jörgen vmb den zinß, der on ain fünftzig guldinjarlichs, entrichten sölte, darzu ouch das vnnser herr zu Sant Jörgen zu Ensißhain in recht gestanndensye, so nu vnnser herr von Sannt Jörgen offtgemeldt zu verschiner zit kundtschafft zu Ensißhein, als irrungdes vorbestimpten zinses halb gewesen, gesagt hette, welcher sag er ain abgeschrifft in recht gelegt, hof-fennde, dieselb abgeschrifft siner getanen sag sölte gehört, söllichs ouch zu recht erkannt werden". DerProkurator der Kläger, Meister Peter Bernegker, Licentiat, ein Unterschreiber des Hofgerichts, antwortet,die eingelegte Schrift sei nicht gesiegelt, und es sei dem Rechten nicht gemäss, dass einer gegen sich selbstKundschaft gebe, deshalb solle mit Recht erkannt werden, dass die eingelegte Abschrift der Kundschaft
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