448 NACHTRAGE.
1453, Mai 6.
323. Wilhelm Markgraf von Hochberg ersucht Graf Conraten von Fürstemberg,
seinen Oheim, Bilgrim von Eyschach, der etwas mit ihm von seinetwegen redenwird, zu glauben, wie ihm selbst.
Geben vff den sunntag Vocem iocunditatis anno etc. 53.
Das zum Verschluss rückwärts aufgedrückte Siegel des Ausstellers fehlt.Pap. Or. Diersburg, freiherrl. Röder'sches Archiv.
1) 1458 samstag nach Vnser Fröwen Geburt tag [Sept. 5.] schreibt Conrat Graf zu FürstembergBylgrin von Eyschach zu Stoffeln, Hauptmann, seinem sonder guten Freunde, er könne auf den von dem-selben in Sachen gegen Herrn Berchtolden von Schellemberg auf Montag vor st. Michels tag [Sept. 25.']verlegten Tag nicht kommen, weil er an demselben Tage mit seinem Vetter „tag ze laisten" habe und diesder Kürze der Zeit halber nicht mehr ändern könne; Bylgrin solle deshalb den Tag um 10 Tage verschieben.Perg. Or„ das zum Verschluss rückwärts aufgedrückte Siegel des Ausstellers abgefallen. Diersburg.
1453, Nov. 15.
324. Johanns Graf zu Werdemberg, Herr zu dem Heiligenberg, bekennt, dass der
feste Cunrat Schorp zu Frödemberg, den Bürgermeister und Bat zu Pfullendorf aufseine (des Ausstellers) sowohl in seinem eigenen Namen als auch auf ernstlichenBefehl des Herzogs Sigmund zu Osterich vorgetragene Bitte, sowie auf die persönlichin Pfullendorf vorgebrachten Bitten Wernhers von Zymern, Albrechts Spät undanderer Freunde desselben unter der Bedingung, dass er sie und die ihren dieserGefangenschaft und Sache halb unentgolten bleiben lasse, freigelassen haben, dieseBedingung beschworen und gelobt habe, wenn er zu der Stadt Pfullendorf oder denihren etwas zu fordern bekomme, darum vor dem Bürgermeister und kleinen Rateder Städte Costentz oder "Vierlingen Recht zu nehmen.Geben uff dornstag vor st. Othmars tag 1453.
Das Siegel des Ausstellers ganz unkenntlich.Perg. Or. Pfullendorf.
1) 1459 zinstag vor Vnnser lieben Frowen tag Natiuitatis [Sept. 4.] sitzt Graf Sigmund vonHohenberg anstatt des Grafen Johans von Sultz auf dem Hofe zu Rotwil zu Gericht. Frau Eis Schörpin,geb. von Magenbüch, klagt zu Bürgermeister, Rat, Gemeinde und allen den, die Mann und zu ihren Tagengekommen sind, zu Phullendorf, dass sie bei Nacht und Nebel ihr das ihre wider die goldene Bulle undgemeine Reformation entwehrt haben, und fordert darum Wandel und Bekehrung nach Erkentnis des Rechten,
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