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7 (1891) Quellen zur Geschichte der Fürstenbergischen Lande in Schwaben vom Jahre 1470 - 1509
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1503.

selbs ist. — Item es soll auch in kainem keller kainerlay wein mit ainandern geschenckht werden, es seydan ainer weiß, der ander rot; doch ist dem gastgebenn würdt zugelassen, dem gast wein zu geben, wieer des begert oder der wiirt den haut, doch vnabbrochen das vmbgelt. — Item es soll auch kain ierigerwein für neuw wein mer gerafft werden, fürst das ain mal nuw wein gerafft würdt. — Item ayn iedergastgeben würdt vnser statt Engen soll all vnd ieglich erber, wesenlich vnd togendlich personen von gestenzu herbergen, auch essen vnd trinckhen vmb ir bar gellt zu geben schuldig sein; doch ob ain würt mitgesten vberladen wer vnd den oder die gest nit stellen möcht oder legen, mag er dem oder denselbigenstallung, herberg vnd gastung versagen, doch mit zimlicher verkündung der vrsach, aber desterweniger nitob der gast des begert, soll er im vmb sein bar gellt essen vnd trinckhen geben, wie er das vngeuahrlichhaben mag. — Item ob auch ainer oder mehr burger, in- oder beywoner zu Zeiten der iarmärckhten würt-schafft vnd gastung zu halten vnderstunden, der oder dieselbigen sollen dasselb iar auß, so gest zu inenkhomen vnd herberg, essen oder trinckhen begeren, zu geben schuldig sein, oder so sunst vberval vonfrembden leuten in vnd zufielen, soll er auch noch zu herbergen, essen vnd drinckhen nach sinen stattenzu geben verbunden sein. — Item es soll auch kain würt oder weinschenckh ohn bar gelt, noch zu nachtnach der nündten stund iemands wein zu geben schuldig noch gebunden sein, er well es dan gern thun;hielte auch der weinschenckh gastung in dem hauß, darinn wein geschenckht würd, oder satzte lüt darinvor oder nach der nündten stund tags oder nachts, dem soll bey seinem aid gebotten werden, alle fräuel,schweren vnd ander vnzucht, ob ainche darin beschehe, by demselben seinen ayd zu rügen, dieweil sollichweinschenckhen weret, vnd nit lenger. — Item als offt ainer diser vorgeschribnen artickhel ainen odermehr vberfert, alls dickh soll ain ieder das bessern vnd zu bessern erkendt werden mit 3 8l ^ vndseinem anhang.

Hienach volget das vmbgelt: Item es sollen auch all würdt vnd weinschenckhen, werder oder die sind, alsbald ain vaß mit wein außgeschenckht würdt, vnsern geschwornen vnd gesetztensinner in acht tagen den nächsten vngeuahrlich erfordern, das vaß zu eichen oder sinnen, vnd so das ge-ycht vnd gesinnet wirt, soll derselb würth oder weinschenckh den vmbgeltern denselbigen außgeschencktenwein mit barem gellt vervmbgelten vnd bezalen oder ain pfand geben, das des gellts wol wert vnd desdrittails besser sey, oder mit willen anstellen; wo das nit beschech vnd von den vmbgeltern geklagt würdt,bessert mit dem klainen fräuel, ist 3 H 3i mit seinem anhang. — Item welcher würt oder weinschenckhonbezalt des vberigen vmbgelts oder on willen der vmbgelter darüber ain vaß oder mehr mit wein auf-thäte vnd außschanckhte, so kernen der oder dieselbigen von iedein vaß, so dickh das beschech, vmb diebüß, wie vorstät in dem nechsten capittel. — Item so ainer oder mehr also ain oder mehr vaß mit weinaufthäten vnd schenckhten vnd den wein änderst rieffen vnd abschlahen vnd näher geben wölten, der oderdieselben sollen den wein nit rüeffen lassen, er sey dan zuuor von den sinnern oder vmbgeltern gebaylet;wo das aber darüber beschehe, so sollen der oder dieselbigen würt oder weinschenckhen den wein nachdem ersten ruff zu vervmbgelten schuldig sein. — Item ob ain würt oder weinschenckh auß ainem vaßwein, so er gerüefft ist, bey dem som, aymer oder maß verkauffte, das soll er nit destminder wie den an-dern wein vervmbgelten, deßgleichen ob ainer mit der maß ain vass klain oder gross mit wein fülte vndverkauffte, soll auch vervmbgeltet werden. — Item ain ieder gast, so zu Engen wein schenckhen wurde,soll von baiden böden vmbgelt geben, das ist nämlich zwyfach vmbgelt, von iedem aimer zwo maß weinmitsampt dem nenwen aufgesetzten vmbgelt. — Item namblich so ist dis das vmbgellt, so von alter herkomen vnd ain ieder würt oder weinschenckh vnser statt Engen zu geben schuldig ist: von ainem aimerain maß wein, wie der wein geben vnd geschenckht würt, vnd vns, vnsern erben vnd nachkhomen voniedem som 3 ^ zu weintäfer. — Item vnd was nit vmbgelt gibt vnd bey der maß verkaufft würt, sollmit der alten maß außgemessen werden.

Hienach volget der saltzkau ff: Item nachdem von alter herkomen, auch sollichs inden verschreibungen zwüschen vns vnd vnser statt Engen aigentlich vnd luter vergriffen ist, das alle vndiede burger, in- vnd beiwoner vnser statt Engen saltz, stahel vnd eisen vail haben sollen vnd mügen, dases hinfüro, wie sollichs dieselben verschreibungen zugeben, gehalten werden vnd dabey beleiben solle. —