Druckschrift 
7 (1891) Quellen zur Geschichte der Fürstenbergischen Lande in Schwaben vom Jahre 1470 - 1509
Entstehung
Seite
177
Einzelbild herunterladen
 

1483.

177

dass dieselbe an den andern zwei Wochentagen gelesen werde. An den 4 Hochzeiten, allen Frauentagen,Aposteltagen, Allerheiligen, Allerseelen und allen gebotenen Feiertagen soll der Kaplan dem Kirchherrnoder Leutpriester zu Imendingen beim Gottesdienste helfen singen und denselben vertreten, wenn er ausgegründeten Ursachen nicht bei der Kirche sein kann. Die Renten, auf die die Pfründe gegründet ist, darfer nicht entfremden. Er darf die Pfründe nicht ohne Genehmigung des Patrons verwechseln oder aufgeben.Er muss beim Empfange der Pfründe schwören, alle diese Punkte zu halten. Die Pfründe ist gestiftet aufzahlreiche (namentlich aufgezählte) Güten und Grundstücke zu Möringen, Küchen, Hüntschingen, Zimmern,Imendingen, Guottmatingen, Tunaweschingen, dem Hofe Stettbüch in Mowenkamer Bann und Büsenhan.Johans von Almshoffen, Kirchherr zu Imendingen, erklärt seine Einwilligung zu dieser Stiftung, ebensoHainrich Jäger, gen. Spät, zu Imendingen. Das Or. siegelte der Stifter, der Kirchherr von Immendingenund Hainrich Jäger, gen. Spät. Pap. Kop. 17. Jhdt., Freiburg, erzbischöfiiches Archiv.

4) 1474 fritag nach st. Vits tag [Juni 17.} leiht Hainrich Jäger, gen. Spät, von Imendingen Cün-ratten Fröwler seine Mühle zu Imendingen mit der Schutzwiß und der Scheuer vor dem Mühlbrücklein zuErblehen gegen einen Jahreszina von 20 Malter Mühlkorn und 3 Malter Kernen, wie das die Mühle ge-winnt, zahlbar in vier Zielern, je an Fronfasten. Vom kommenden st. Johanns Tag zu Sunwenden an mussder Lehensmann binnen eines Jahres „zwey guet new vnderzüg" an der Mühle machen ohne Kosten desLehensherrn, auch muss er ohne Kosten des Lehensherrn Mühle, Wuhr, Teich und Räder in redlichen Ehrenhalten, was der Lehensherr alle Jahre selbst oder durch andere Biederleute besehen mag, veräussern darfer die Mühle an einen, der dem Lehensherrn und den von Imendingen eben ist; verbrennt die Mühle, sohat der Lehensherr ihm nur dann eine nach Erkenntnis ehrbarer Leute zu bestimmende Steuer zu geben,wenn dies von Landskrieg wegen oder „von vnsserm füre" geschah. Perg. Or. mit den beschädigten SiegelnHansen von Almeshouen, Kirchherrns zu Imendingen, und Hainrichs von Almeshouen (wie Abb. VI, No. 69).Donaueschingen.

5) 1478 zinstags nach dem hl. Pfingstag [Mai 12.] entscheiden Hainrich Humpolt, Jerg Prendtlin,Henßlin Visell, Hannß Keßler, Hainrich Trißger, Peter Schalle, Burckhat Haintz, Thoni Schaller, ConratHemmerlin und Henßlin Röb, alle sesshaft zu Immadingen, den Zehntstreit zwischen Abt Cristoff zu St. Pla-sien auf dem Schwartzwaldt und dem Junker Hainrich von Allmißhoffen zu Immadingen also: In denGütern der Frauen von Fridenwiler und Amptenhaussen, in denen, die zu Junker Hainrichs Speten Schlossgehören, im Kirchengütlein, im Gütlein, das Petter Schalle baut, in dem, das der Kroß baut, in des StreitsGut, in des Beringers Gütlein, in des Gewbergers Gut (mit Ausnahme der Äcker, die in St. Plesins Gutgehören), in der Schaffnerin Äcker auf Tilgen, in den 3 Jauchert Acker auf Enger Staig, die Junker Hain-richs von Allmißhoffen sind, in den 2 Jauchert Acker oberhalb der vorgenannten, die Veit Lorers und ehe-dem ein Acker gewesen sind, in den c. 8 Jaucherten im Ottenstahl, die zu Hewnegk gehören, und in der2 Mannsmad grossen Embdtwiß im Grieß, d. i. in diesen Gütern, wie sie jetzt sind, und in allen Teilen,die früher dazu gehört haben, teilt sich der Zehnten zwischen gen. Abte und gen. Junker wegen der Kirchezu Immadingen. Alle andere Güter zu Immadingen im Dorf und im Felde, nämüch Ernliß Gut, alle Güter,die dem Herrn von St. Plesien zinsen, Junker Hainrich Spätten Gut, alle Almenden des Dorfes, alle eigenenÄcker, Wiesen und Hanfgärten, ausgenommen was in des Streits Gut gehört hat, alle eigenen Güter, diezu Junker Hainrichs von Almißhouen Schloss gehören, und alle Hofstätten im Dorfe, die der Kirche undJunker Hainricken zinsen, gehören von der Kirche wegen in des gen. Junkers ganzen Zehnten. Das Or.siegelten die Junker Caspar von KUngenberg und Wilhelm Jeger, gen. Spätt, zu Immadingen. Pap. Kop.16. Jhdt. Donaueschingen.

6) 1487 st. Jacobs tag [Juli 25.] verkaufen Anna von Goberg, geb. von Rischach, Witwe, undihre Söhne J5rg und Hanß Hansen und Hugen von Almßhofen, Gebrüdern, zu Ymendingen ein Wasser zuYmendingen unter dem Dorf an der Tünow, daran die Käufer das Halbteil haben, für 140 & h. Fürsten-berger Währung. Perg. Or. mit den mehr oder weniger beschädigten Siegeln der Aussteller, Wühalms vonNüneck, Vogts zu Tutlingen, und Jörgen Reckenbachs (s. Abb. No. 25). Donaueschingen. T.

7) 1496 donstag vor dem hl. Pfingsttag [Mai 19.] verkaufen unter Vorbehalt des Rückkaufs Vogt,VII 23