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7 (1891) Quellen zur Geschichte der Fürstenbergischen Lande in Schwaben vom Jahre 1470 - 1509
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es funden ist, [Mai 3.] zugesandt hatten, antworteten die Grafen von Werdemberg am folgenden Tage, dass siedavon nichts wissen, sollte es aber doch von den ihren geschehen sein , so wollen sie der Kommission zu Ehrenund dem Austrage zur Förderung die Sache die Zeit über ruhen lassen. Pap. gleichzeitige Kop. a. a. 0. Darauf-hin schrieb der Truchsess dornstag vor dem hl. Pfingstag [Mai 19.] an Bürgermeister und Rat zu Costentz, welcheihm diese Antwort zugesandt hatten: die Grafen und ihre Knechte Ludwigk Vorstmaister und der Nonnenmacherzum Hailigenberg hätten zu Vischbach und anderswo bei 100 & ^ verboten, das landvogtliche Gericht zu Ailingenzu besuchen und bei 40 S ^), dessen Taferne zu Vischbach zu gebrauchen; das seien in anhangendem Rechte doch„attemptaten" und an sich unziemliche Gebote, denn lange vor Beginn der Kommission sei er da „des gerichtzvnd der tafern im bruch gewesen"; es seien auch Attemptata, wenn gegen ihr früheres Verhalten die Eigenleutedes Bischofs von Costenntz, des Grafen Virich von Montfort und die Bürger von B.'ichorn, die alle seine Hinter-sassen sind, ihm nicht mehr gehorsam sein wollen. Wenn diese Gebote und Attemptata von den Grafen und ihrenKnechten widerrufen und abgethan werden, so wird er die Kommission „so ernstlich vnnd als vast vmb furderungder rechten, als die grafen gethan haben, bitten". Pap. gleichzeitige Kop. a. a. 0. Über diesen neuen Streitgegen-stand Hessen sich die Grafen von Werdenberg von demselben, der ihnen das obige Gutachten ausgefertigt hatte,folgendes undatierte Gutachten verfassen: „Wolgebornen, genedigen herren! In dem rechtlichen hanndel, so üwergnaden haben mit dem landvogt, ist min rat, wie hernach volget: Des ersten, das üwer gnaden vf dengeseczten tag keren für rat als die, die keiseriich commissari sind, vnd begerend in dem angefengtenrechten fürczufaren vnd wytter czu procedieren vnd baiden parthyen ab der sache czu helfen. Wurd dann diewiderparthye sagen, das nit solt in dem rechten wytter procediert vnd fürgefaren werden, angesechen, das üwergnaden sich nüwerung czu thun vnderstanden heten im hangenden rechten vnd also wider das recht attemptiert,wo dann die widerparthye solch vermaint attemptata nit wurde specificzieren, so war czu begeren, das sy an-czaigte vnd speczificzierte solch vermaint attemptata, wurd si dann die dermassen anczaigen vnd specificzieren,als geschehen ist in den schrillten, so war fürezuwenden ain solche mainung, wie üwer gnaden nit gesliende, ain-cherlai nüwerung fürgenomen oder im hangendem rechten attemptiert haben, das yr dann gäbend czu erkennenczum ersten also: wenn ainer etwas fürnimt mit den guetern oder stucken, die nit spännig sind vnd dero halbenman in dem rechten nit hangt, so ist niemt so vnverstanden, er möge erkennen, das solches fürnemen nit sollenoch möge für attemptata gerechnet oder geachtt werden, dann solt das sin, wo ainer vmb ain guet im rechtenlag, das er darumb mit anderen sinen vnspännigen guetern nit solt handien vnd verschaffen nach sinem willenvnd notturft, das war doch gancz vnleidelich vnd wider alle recht vnd Vernunft. Nu hab es aber die gstalt, dasder gegenwürtig span vnd das angefengt recht vor den von Costentz als keiserlichen commissarien nit sye vmbVischbach vnd die stuck, damit die widerparthye vermaint üwer gnaden attemptiert haben, wann si ligen vsser-halb des czirckels vnd grenicz, den die widerparthye in yrer gegenred dargethan habe, deshalben erschyne, da3üwer gnaden nit attemptiert hete, vnd begerten darvf solche gegenred czu verlesen des stucks halben. Czu demanderen, so hab es die gstalt, wenn sich ainer hallt vnd brawchet sines innhabens vnd handhabet sich by sinerbesiczung oder widerstanndt thüt dem, der ym irrung oder yntrag thüt an solchem brawch, innhaben vnd besic-zung, sol vnd mag das selb nit für attemptata geachtt werden nach Ordnung der rechten. Nu syen üwer gnadengewälten her in besiczung vnd brawch gewesen der hochen vnd nideren gericht czu Vischbach, desglychen dertafernen daselb, demnach wol verstanden mag werden, wo glych üwer gnaden czu handthabung üwres brawchs,innhabens vnd besiczung vnd czu widerstanndt der widerparthye, die sich vnderstanden hat, üch von üwer yntragvnd yrrung czu thun, aincherlai fürgenomen het, das aber das selb nit mochte für attemptata geachtt werden,sunder wo yr geren woltent das recht verlengeren, hetend yr hin entgegen gar gueten fueg, die widerparthye vmbyr attemptata czu rechtfertigen. Darczu wo glych sach war, das üwer gnaden hetend attemptata fürgenomen,das doch nit war, möchte sich ouch nit erfinden, dannoch so wären die von Costencz als keiseriich commissarischuldig im rechten fürczufaren, allediewyl die widerparthye nit thät solche attemptata rechtfertigen vnd begeren,das si wider abgethan wurden, sunst so war es in ains yeglichen gwalt vom rechten czu gan, wenn er wolt, durchdas, das er sprach, die widerparthye hete attemptiert, das aber kain recht mag erleiden. Vber das alles so hates die gstalt, wenn glych üwer gnaden attemptiert heten vnd sich das selb rechtlich erfunden hete, wenn dannüwer gnaden nit dest minder im rechten fürfaren vnd war des schuldig, nu haben sich des üwer gnaden schrift-lich gen den von Costencz erboten, wie wol es nit attemptata syen, noch also gehaissen mögen werden, das yrdannoch von fürdrung wegen des rechten stillstan woltend lassen, daran die widerparthye pillich genuegen ge-hebt solt haben". Pap. Konzept a. a. 0. Über das Ende dieses Zwischenhandels fehlen die Akten. Gleichzeitigmit demselben hatten aber auch die Grafen von Werdenberg über neue Eingriffe der Landvogtei zu klagen; schonMontag vor st. Hilarien Tag [Jan. 10.] 14S5 schrieben die kais. Kommissäre dem Grafen Virich von Werdenberg,sie könnten in dem Handel, den Truchsess Hanns „gegen den Neffen" vorgenommen habe, als Kommissäre nichtsthun, denn das sei ein neuer Handel, in dem sie keine Vollmacht haben, und zudem erbiete sich der Truchsessdeshalb des Rechtens, der Graf soll darum für sich und seine Brüder in dem Hauptstreite „nach verlaß vnd ab-schidung" dem Rechten nachkommen. Brauche er darin ihren Boten mit ihrer Stadt Schild und Zeichen, Briefe zu

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