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7 (1891) Quellen zur Geschichte der Fürstenbergischen Lande in Schwaben vom Jahre 1470 - 1509
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bekennen vns offenlicla für vns, vnsere erben vnd nachkommen mit disem brieue: Als dann die erbernvnd beschaiden wolwerchenden hantwerckslütt in vnser statt Hüffingen vnd allenthalb in vnser zwing vndbennen sint vnd vns alda zu versprechent stond, alle gemainlichen, wie vnd welclis die alda ietzo | sint oderhinfüro werden mochten, mit gunst vnd verwilgung des erwirdigen vnd gaistlichen herren, ieres bichtuatters,kilchherren der lüppristry, vnserm pfarrer vnd ander priesterschafft daselbs vß betrachtung hochwirdikaitder onbegriffenlichen wesenlichait gottes || vnd daby zergencklichait dirre weit, von insprechens des haiigengaistes alle zytt vnd tage schinbarlich, deshalb wir an sollichem nit zwüfflen, sunder zu allen zytten nachvnser sei notturft ernstlich on vnderlaus betrachten siillen, das ntintz gewyssers ist, dan der tode, vnd nüntzongewissers, dan die stund des todes, vnd wir 6ch hie in disem zytt des eilends kain bliplich statt oderbestentlich wesen haben mögen, sonder anders nit dan ain knrtz ongewyß zil, darinne wir nit dan anfech-tung vnser vygent haben, mit namen des tüffels der weit, vnd vnsern Hb in mengerlay armüt, eilends,kranckhait vnd mit vil andern widerwärtikaitten vnd betrupnuß diser valschen weit vnd och vns nach disemkurtzen zytt anders nüntz nachvolget, dan vnser guten werck, so wir in disem zytt gewürckt haben. Disalles raitzet vnd bewegt vns billich, das wir in diser kurtzen zytt vnser leben also schicken, das wir demzytlichen tode nicht vnd dem ewigen entrinnen mögen. Dis alles haben betrachtet wir obgenanten Conratvnd Burckhart von Schellenberg, schulthaiß vnd gemain rätt zu Hiiffingen vnd ander, so kienäch geschribenstond, vnd hond vns also insonderhait darzü bewegt, das menschlich plodikait dis kurtzen zittes mit bösemverkoffen vnd vil ander vppikait nit in dem willen des almächtigen gottes vertriben, sonder die vffgesetztenverbannen tag enteren, den gotzdienst versomen, gottes gebott zerbrechen, dardurch ewig pen verdienensint. Das aber dawider ettwas güttes bescheche, damit der zorn des almächtigen gottes gemyltrett werde,so haben wir zu lob vnd ere gott, der haiigen dryfaltikait, der hochgelopten k&ngin vnd iunckfrowen Marie,die ain gnäderwerberin ist aller sünder vnd Sünderin, och allem hymelschen her vnd vmb vns vnd all vnservorfarn vnd der erb vnd aigen wir besessen haben, ir aller seien hail willen zu ewigem trost angefangenvnd vachen an ain lobliche wirdige brüderschafft in vnser wirdigen pfarkirchen Vnser lieben Frowen zuHüffingen an vnd vff dem nuwen altär, der gewycht ist in der ere sant Anna vnd sant Otylien vnd andem selben ende vnd altär vormals gehaissen ist das gros iärzytt, vnd aber das selbe vnsere genantenConratz vnd Burckhartz von Schellenbergs altvordern angefangen vnd gestyfft haben vnd schirmer darübergewesen sint. Vnd aber semlich gotzdienst, so vnser vordem angefangen vnd gestyfft hond, nit vnderwegenbelibe vnd fürbasser geuffet vnd gebessert werd, so haben wir semlich gros iärzytt verhengt vnd verwilgotze machent zu ainer brüderschafft, damit vnd das der gotzdienst fürbasser gemeret vnd geuffet werde vnd och be-gangen in maß. wie das gros iärzytt vormals alle iär begangen ist. Vnd ist gemeret worden, das man noch zudisen priestern hie sol vsserthalb haben dry priester, das werdent acht priester, damit die pruderschafft vnd dasgros iärzytt begangen wirt vnd in hoffnung sygen fürbasser noch bas gemert werde, vnd sol in allweg vndin aller maß beston, wie das groß iärzitt bishar volbrächt vnd angesechen ist. Och was zu dem altärVnser lieben Fröwen gehenckt vnd geben wirt, sol aber an das groß iärzyt dienen vnd geuallen, wie vor,vnd an die brüderschafft. Vnd das wir vns für vns, vnser erben vnd nachkommen öch harzü vnd harinneverbinden mitgebrüder ze sint, vnd damit wir als die brüderschafft vnd gros iärzytt mit allen ieren recht-lichen vnd gebürlichen Ordnungen vnd gesatzten, so dan harmit vnd harunder hinfür vnd furo zu owigenzytten mit vnser, vnser erben vnd nachkommen wyssen, verwilgung vnd gunst alda gestelt vnd geordnotwerden, vestenclich schirmen, hanthaben, in trülicher gewere halten tun wollen nach vermugen vnd wie vnsdas zu tünd gebürt ongeuarlich. Item des ersten sol ain iecklicher mensch, der in die brüderschafft komenvnd damit die punckten vnd artickel, als hienach stond, halten vnd der verbuntlich sin will, wan er darinempfangen wirt, zu voruß geben zu dem anfang den pflegern der brüderschafft fünftzechen pfening vnd dar-nach sinen leptag, als lang er in leben ist, vff iecklich fronuasten zwen pfening. Vnd welher das vff diefronuasten sonder nit geben wolt, der sol vnd mag das iecklichs iärs vff die iärzytt tag mit ain andergeben, welhes im allerbast füget, damit vnd man die brüderschafft vnd das groß iärzit gehalten vnd ge-besseren müg vnd zu ewigen zytten bestand müg haben, das es gott dem almächtigen, der hymelschenküngin vnd iunckfrowen Marie vnd allem hymelschen her loblich vnd den armen seien trostlich sin werde.

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