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1470.
10) 1477 frytag vor st. Hattheus tag [Sept. 19.] ergiebt Hainrich Büchsenmaister von Meßkircb,Hannsen Büchsenmaisters ehelicher Sohn, Agathen Jägerin von Sigmaringen, seine eheliche Hausfrau,eine Freie, seinem Stande gemäss an die Leibeigenen von st. Martin zu Meßkirch und die Vogtleute seinesHerrn Hannßwernher von Zimmern. Agatha Jägerin übernimmt ausdrücklich alle daraus sich ergebendenVerpflichtungen. Perg. Or. mit den Siegeln, wie an No. 5, 6. Donaueschingen. T.
11) 1480 mittwoch vor st. Johanns Baptisten tag [Juni 21.] beurkundet zu Vrach Eberhart Grafzu Wirteinberg, dass sein Hofgericht in dem Streite zwischen Jörg von Gundelflngen, Freien, und HansenTrnchsessen von Bichißhusen, Ritter, ob Älla Wenntzin von Merstetten des letztern Leibeigene sei odernicht, zu Gunsten der letztern erkannt habe. (Aus der umfangreichen Urkunde erhellt, dass die Leibeigenenihrem Herrn jährlich ein Huhn zu geben hatten, dass Alla Wenzin dies gethan, aber nicht zu wissen be-hauptet habe, ob sie das von ihrem Lehen oder von ihrem Leibe schuldig gewesen sei. Auch sagt die Ur-kunde, dass nach gemeinem Landbranche das Kind der Mutter, nicht dem Vater nachfolge). Perg. Or., inBuchform, (das Siegel des Ausstellers bis auf kleine Stücke abgefallen). Donaueschingen.
12) 1480 zinstag nach st. Gallen tag [Olct. 17.] ergiebt sich Hanß Meßner von Hochmessingen, sesshaftzu Tanhan, der bisher seiner Leibeigenschaft halber unansprächig und frei gewesen, Jörgen Abt des Gottes-hauses Sant Jörgen aus sonderer Neigung seines Gemütes mit Leibeigenschaft. Perg. Or. mit dem be-schädigten Siegel des Junkers Cunraten von Valkenstain, genannt von Ramstain. Karlsruhe.
13) 1481 niendag vor st. Martins tag [Nov. 5.] übertragen Schultheiss, Bürgermeister und Rat derStadt Vilingen, welche im Streite zwischen dem Abte Jörg zu St. Jörgen und dem Grafen Egen zu Fürsten-berg um Brida Rüterin aus der Kürnach zu Schiedsrichtern genommen wurden, die Entscheidung HansenEgenshammer, Altbürgermeister, Hannsen Herman, Bürgermeister, und Ludwig Rotbletzen, Schultheiss, zuVilingen als gütlichen Tädingsleuten, bei denen auf des Abtes Seite Hug Swenninger, genannt Bär,und Hanns Verenbach und auf des Grafen Seite Hanns von Franckfurt und Hanns Butz, alle vier Rats-freunde von Vilingen, stehen. Der Abt hatte Brida Ruterin mit ihren Kindern als Leibeigene seines Gottes-hauses beansprucht, weil er es so in den Urbarbüchern gefanden habe; dies hatte der Graf widersprochen,weil dieselbe unangefochten ob 30—40 Jahren hinter seinem Vater und jetzt hinter ihm gesessen sei, alsolänger, denn Stadt- oder Landrecht ist. Die Tädingsleute entscheiden : Brida Ruterin ist mit ihren Kindernund Kindeskindern dem Grafen Egen leibeigen, dagegen wird Ennly Engeischmann von Asan, HainrichKolers eheliche Hausfrau, jetzt zu Münchwiler gesessen, mit ihren Kindern und Kindeskindern Leibeigenedes Gotteshauses St. Jörgen. Perg. Or. mit den Siegeln der drei Tädingsleute. Donaueschingen.
14) 1482 st. Matheus tag [Sept. 31.] versprechen Michel Dold aus dem Langenbach und KaterinWyßherin, seine Hausfrau, welche des Gotteshauses Sant Jörgen Leibeigene ist, da dieses Klosters AbtJörg auf Bitte Hainrichs Grafen zu Fürstenberg der Frau gestattet hat, ihr Wesen und Wohnung unterdiesem Grafen in Langenbach bei gedachtem ihrem Hauswirte zu haben, dass ihre Kinder, falls sie durchSchickung Gottes solche bei einander überkommen, und ihr, der Frau, eigener Leib dem Gotteshause zuallen Rechten verbunden sind, wie wenn sie im Gericht Sant Jörgen oder an andern Orten hinter demGotteshause sässen. Perg. Or. mit dem Siegel des Grafen Heinrich (abgebildet Band III, No. 221). Karlsruhe.
15) 1484 mentag nach st. Jacobs tag, des meren zwölfbotten, [Juli 26.] ergiebt Anna Schiderlymit Willen ihres Mannes Jacob Stüli sich und alle ihre Kinder mit Leib und Gut Frau Vrsela Vögtin von
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Brastberg, Äbtissin zu Lindow, und dem Junker Vlrichen von Helmstorf als einem nachjagenden Vogte diesesGotteshauses zu leibeigen. Perg. Or. mit dem unkenntlichen Siegel des Junkers Jos Rudolf auf Härsperg.München, Reichsarchiv.
16) 1487 st. Dyonisius tag [Okt. 9.] giebt Hainrich Graf zu Furstenberg Georien Abt zu SantJörgen Anna des Schmids von Verenbach Tochter, jetzt Petter Wyßhars in der Kurnach eheliche Haus-frau, mit allen ihren Kindern, „die sy got der herr berat", um Anna des Schertzingers Tochter, jetzt desGneckis zu Bregen eheliche Hausfrau, und deren Kinder. Perg. Or. mit dem Siegel des Ausstellers (abge-bildet Bd. III, No. 221). Karlsruhe.