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6 (1889) Quellen zur Geschichte der Fürstenbergischen Lande in Schwaben vom Jahre 1360 - 1469
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1464.

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sampt den seinen zuletst weichen mueßen. In der flucht hat ain armer bawrsman, ein kleine person, derauch all sin tag kain kriegsman oder kain schütz gewest, an einer staig sich verborgen, und als Hannsvon Rechberg daselbst am furreiten an der staig hinzogen, hat bemelter paur aus großer forcht von weitemauf in abgeschossen, in getroffen, aber nit verletzt, sonder es ist, im unwissendt, der pfeil in ainem ermelbehangt, den, als er vom ross absten wellen, im selbs in leib getruckt hat. Als er solchs befunden, hater gleich gesagt und geschrienhostha madostha" (also war sein Sprichwort), das stundlin, so er die zitseins lebens entsessen und zum höchsten besorgt, sei kommen, und darauf geen Vilingen der stat in einsburgers haus, genant der Steckle, sich furn lassen. Daselbst, als er seine zeitlichen sachen, wie in die do-mals für gut ansehen und im mugclichen, geordnet, ließ er am dritten tag den pfeil ziehen, verschied also mitguter Vernunft ganz christenlich auf zinstag nach Martini, war sant Briccius dag [Nov. 13.], anno ain tausendtvierhundert vierundsechzige, und wardt daselbst zun Parfusern begraben. (Er solt doch des lieben haiigens. Martins dag verschonet haben). Es mögten auch die nachfolgenden vers ainis poeten von disem Hansenvon Rechperg gesagt werden, wie die zu Nancey in der hauptkurchen bei des unruhigen herzog Carls vonBurgund begrepnus under dem epitaphio vermeldt sein, also lautent:

Discite, terrenis quid sit confidere rebus!

Hie toties victor denique victus adest.Nach seinem absterben waren der Schramberg und auch Falkenstain, baide Schlosser, noch nnverloren,sonder nach aller notturft versehen. Do wolt aber sein nachgelaßne wittib, ain grevin von Werdenbergvon Salgans , ires hauswierts seligen kriegsvolk ab baiden iezgenennten schlössen weiter zu schnappen undkrieg zu gebrauchen nit gestatten, sonder begert des fridens, und als ir derselbig nit gedeihen, name sieden von Wurtenberg und andere bundtsgenossen mit verkundungen vor dem kaiserlichen hofgericht für.Demnach legten sich die nachpurn in die handlung, vertrugen sie dermaßen, das bemelter grave Eberhartvon Wirtenberg in wenig zeit darnach widerumb abzöge. In wenig zeit darnach hat das ungewitter undwinterskelte die ritterschaft im Hegaw bezwungen, ungeschafift wider von Twiel abzeziehen und die be-legerung zu verlassen; also hat die vecht mit Hansen von Eechberg ain ende genomen, und sein durch ob-gehörts stratagema, das baide von Wurtenberg durch sonderliche haimliche underhandlung herrn Wörnhersvon Zimbern sich in ain rustung begeben, die von Werdenberg bei iren guetern unverderbt und unver-triben beliben.

7) 1464. Hoc anno in partibus Sweviae Superioris comes de Werdemberg, adiuvantibus dominisde Wirtemberg eisdem vi armatissima, pariter una quippe singulis et comitibus et inclitis nobilibus lociHegau parte ex una, et viro alto sanguine nato de Clingenberg, adhaerente ipsis viro tarn strenuo tamqueanimoso Johanne de Rechberg parte altera, Mavortia inter sese bellaque ferocissima excitarunt, adeo pro-fecto ingentia, ut (rumor is omnes it per terras) perfortia castra , villae ingentes Vulcano ridente incendioperiere, multae praeter id animae artubus corporum solutae ad aera volarunt, multi arte Peonica alligatisvulneribus miseram protrahunt vitam, alia quidem acerrima Marte alludente, quae hie non narrandi locus,peregere. Antequam annus is exaetis completur mensibus, tertia feria post Martini [Nov. 13.] vir ille tarnstrenuus tamque bellicosus Johannes de Rechberg letali telo belli eventu percussus, vitalem animam heudefumat; ars Mercuria tenuem transfudit in auram, atraque subit mors ingentes per artus. Chron. Elwa-cense (Mon. Germ. SS. X, 49).

8) 1465 montag nach st. Pauls tag Conversionis [Jan. 28.] entscheidet zu Bibrach Herzog Sig-mund zu Oesterreich um des gemeinen Wohles von Land und Leute willen gütlich zwischen seinen OheimenVirich und Eberhart Grafen zu Wirtemberg, Johanns, Eberhart und Jörg Grafen zu Werdemberg, EberhartGrafen zu Sonnenberg alssachern", ferner seinem Schwager Karl Markgrafen zu Baden und Grafen zuSpanheim als Helfer und der Gesellschaft st. Jörgen Schilds in Obern Swaben alsheifern vnd sachern»einer- und Eberhart, Caspar, Hainrich Albrecht und Wolfgang, Gebrüdern, von Clingenberg und deren Helfernund Helfershelfern anderseits, wie folgt: 1) Alle Fehde und Feindschaft soll tot sein; alle Gefangenen sollenauf eine gewöhnliche Urfehde hin entlassen werden, nur in bezug auf Hannsen von Hausen, gen. Glory,soll es bei dem frühern Beschluss bleiben;alles vngegebn schätigelt vnd brandschatzung" soll ab sein.

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