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6 (1889) Quellen zur Geschichte der Fürstenbergischen Lande in Schwaben vom Jahre 1360 - 1469
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432 1463.

11) Das fröwlin auf den turne trat:„Ach Haramen, got geb dir ein guten tagUnd einen guten morgen!Du leist in großen sorgen."

12) „Hammen, gib dich gewillig darein!Es gat dir an das junge leben dein,Ich bin für den rat getretenUnd hab für dich gebeten."

13) „Genaden mir, fraw von Osterreich!Der werde got von himelreichBewar euch ewer ere,Euch und anderen fröwlin inere!"

14) „Ach werde fraw von Osterreich,Bitten für mich also fleißiklich,Daß man mich laß einmauren!So will ich schleißen mein leben so saure."

15) Das fröwlin die red für d' herren bracht,Das fröwlin ward von inen veracht,Kein gnad mocht sie erwerben:Junker Hammen muß sterben.

16) Da man Hammen uß dem turne fürt,Man leit im an ein grawen rock,Man zoch im uß sein schuhe,Seine sünd teten in ser reuwen.

17) Da Hammen fürs herren marterbild kam,Nun hören zu, was Hammen sprach!

Lilienkron, die histor. Volkslieder der Deutschen I, 543

a) L. Zeutern.

Er fiel nider auf seine kniee,

Er bat die gmein, daß man solt verziehen.

18) „Meister, laß mir wol der weil,Meister, ir solt mich nit übereiln!Ich wil euch ritterlichen halten,Den werden got laßen walten."

19) Da man Hammen sein haubt abschlug,Bald man in zu einer boren trüg,Man leit in dahin mit fleißeIn zwei lilachen, waren weiße.

20) Man leit in auf ein hangenden wagen,Man tet in zu seinn dreien schwestren tragenDurch einen grünen walde,Zu seinen dreien schwestren balde.

21) Die jüngste Schwester das vernam,Daß irer toter brüder kam,In einer kurzen stundenDreimal war ir geschwunden.

22) „Ir herrn von Ulm, wie ist euch so gach!Förchten ir nit noch ein größre schmach,Die euch darauß möcht kumenÜber euch und ewre frumen?"

23) „Ir herrn wißen, was das bedeut:Das kindlin in der wiegen leit,Das noch kein wort kan sprechen,Seinn vater, den muß es rechen."

545.

5) 1467 mittwoch nach des hl. Crutz tag, als es erhöht ward, [Sept. 16.] erklären Dietrich undEüdolf von Blümnegk, Gebrüder, welche als Helfer Walther Wythofs Feinde der Stadt Vlm geworden sind,mit dieser Stadt, nachdem dieselbe sie auf Bitten des Grafen Conrat zu Fürstemberg ausser Sorgen zulassen zugesagt hat, dieses Handels wegen geschlichtet zu sein a ). Perg. Or. mit den Siegeln des gen.Grafen (wie III, No. 419) und Balthasars von Blümnegk, des Vaters der Aussteller (nicht gut erhalten).Stuttgart.

a) Nach einem gleichzeitigen Ulmer Feinderegister (a. a. 0.) hat des Witthow wegen dieser Stadt auchSypolt Marschalk von Gißingen 1463 mentag nach st. Dionisius tag [Okt. 10.] abgesagt, Hanns von Valkenstain,Frei, derselben 1464 montag nach st. Virichs tag [Juli 9.] angekündigt, dass er dem Witthow und seinen Helfernseinen Teil des Schlosses Haidburg öffne, Hanns von Rischach von Diettfurt derselben 1466 samstag vor Judica[Märe 22.] mit 86 Helfern, darunter dem jungen Hanns von Ryschach, Bastard, Hans Birckun, gen. Fründhans,Fridrich Allerweltfünd, Meister Petter Bißindasror, endlich Vrban von Almeßhoffen, Bastard, 1466 st. Bartlomeustag [Aug. 24.] abgesagt.

1463, Jan. 5.

272. Jerg von Küngsegg vom Küngseggerberg verkauft Graf Johannsen zu Wer-

demberg, dem altern, Vogtei, Geriebt, Zwing und Banne und die Fischenz in