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1463.
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dermaßen in den leib geschlagen, das er sich, wann und wohin er gemant werd, gefangen hat geben mueßen;doch hat Hamma ee sterben wellen, ee er sich zu den graven von Werdenberg geen Sigmaringen in fengknusstellen. So bald aber Hamma von Reischach sich genennt, ist er von herrn Wörnher gleich widerumbledig gelassen worden, dann sie sonst allweg gut freundt gewesen; haben derhalben ainandern gnadet undmit gutem willen von ainander geschiden. — Hamman von Reischach, der ist lange jar der statt Ulm ab-gesagter feindt gewest und hat inen vil laids zngefuegt; letzstlich aber, als das stuudlin kam, do wardt ervon inen gefangen. Sie ließen im recht geen. Das gab, man sollt im das Iiaupt abschlagen. Darvor aberward die herzogin von Österreich, witib zu Rothenburg, von der freundtschaft angesucht, das sie für inepitten sollt. Das thet sie, raiset personlichen in großer eil geen Ulm. Aber die Ulmer hetten guete kunt-schaft, wolten der herzogin nichs abschlagen, auch sie vil weniger gewehren; darumb, als die herzogin zunainen thor einritt, do fürten sie den Hamman zum andern thor hinauß, schlugen ime das haupt ab. Damitkunten sie der herzogin ein antwort geben. Eben zu der zeitt liett bemelter Hamman zwo Schwestern zuWaldt im closter. Die wüsten umb ires brueders unfahl und das der umb sein leben gefangen lag; der-halben verhießen sie ain walfart zu Unser lieben Frawen zu der Schrayen bei Pfullendorf. Wie sie nunden selbigen laisten (beschach eben uf den tag und zeit seiner enthauptung), do horten sie ußer hellemhimel ein großen donderklapf. Derhalben sagten inen ire aigen herzer, das es nit wol umb iren bruedersteen wurde; verbrachten dennost ir walfart mit großer traurigkait, und in dreien tagen darnach do brachtman inen ires doten brueders leib, der wardt zu Waldt im creuzgang begraben. Zimm. Chronik I, 400—401.
3) Als man zalt 1466 jar vff frytag vor Exaltationis Crucis [Sept. 12.] hat man Haman von Reü-schach zu Vlm den köpf abgschlagen, hat danocht fir in hefftig gebetten die fraw von Esterreych; aber eshat kain bitten migen helfen, er hat miessen sterben, vnd hat er im ain grawe klaydung gemacht, darinn ister hinauß gedretten auff die hauptstat, vnd ain man am andern in harnasch gestanden von der stat thoran biß zur hauptstat an baiden seytten. Diser Haman von Reyschach hat der stat Vlm fll yberdrang vndlayds angethon, darum hat man sein so gwaltig gebiet, das niemant kum vnd in erledige, also hat er ainfein end genumen, wie ich dan von meinen eitern gehert hab, ist also gericht worden mit dem schwert vomleben zum tod. Sebastian Fischers Ulmer Chronik (16. Jhdt., München, Hof- und Staatsbibliothek Cod.Germ. 3091. Bl. 111).
4) Noch im 16. Jhdt. sang das Volk von Hammanns Ende, dieses Volkslied lautet:
1) An einem mentag es geschach, 6) Sie bunden im hend, sie bunden im fuß
Dass man Hammen von Reistett (sie) reiten sach Und würfen in auf ein hohes roß
Durch einen grünen walde,
Peter von Zeitenen a ) begegnet im balde.
2) Als bald er jnnkherr Hammen ersach:„Ja Hammen, got geb dir ein guten tagUnd einen guten morgen!
Du reitest in großen sorgen."
3) „Hammen, gib dich gewillig darein!Der von Ulm müst du gefangner sein,Woltest mir mein hütlein rucken,Das dein will ich dir zucken."
4) „Peter, man es nit anders gesein,
So bitt ich dich durch den adel mein:Zeuch auß dein scharpfen degen,Nim mir mein edles leben!"
5) „Hammen, das entün ich nit,Dein edles leben nim ich dir nit,
Ich wil dich weder hawen noch stechen,Die von Ulm müßen mich rechen."
Und eilten mit im sere,Sie forchten vil landsherren.
7) Dem fröwlin von Osterreich kamen die mär,Wie Hammen zu Ulm gefangen lag,
Es wolt nit lenger beiten,Gen Ulm wolt sie bald reiten.
8) Da sie gen Ulm eine reit,
Der burgermeister ir entgegen schreit
Nach adelichen sitten:
„Wend ir für Hammen von Reistett bitten?"
9) Das fröwlin auf das ratshaus trat,Der bui'germeister neben sie saß:„Ir seind mein genädigen herren,Das fröwlin sollen ir eren"!
10) Dem fröwlin ward all ir bitt verzigen,Der ganze rat bleib verschwigen,Das urteil ward gegeben:Hammen war Wäger tot weder leben.