Druckschrift 
6 (1889) Quellen zur Geschichte der Fürstenbergischen Lande in Schwaben vom Jahre 1360 - 1469
Entstehung
Seite
426
Einzelbild herunterladen
 

■

426

1460.

Als die Beklagten leugnen, dass ihnen dieses befohlen worden sei, wird auf Antragder Kläger Burkhard Dierberger, Vogt zu Fürstenberg, verhört. Derselbe sagt, dassdie Herren von Fürstenberg dem Vogt und andern von Neydingen dieses zu Ney-dingen auf Hof, wo ihnen die von Fürstenberg diese Sache eröffnet hätten, befohlenhaben. Darauf wird entschieden, dass die Beklagten die Güter, welche in der Steuervon Fürstenberg gewesen, auch dorthin zu versteuern haben.

Besiglet am zinstag nehst nach dem sontag, als man singt in der hl. kyrchenCantate, 1460.

Das Or. siegelte die Stadt Geysingen.Pap. Kop. 17. Jhdt. Donaueschingen.

c

1) 1452 st. Virichs tag [Juli 4.] vermacht Cläwin Hennsler der alte, Bürger zu Fürstenberg, nach-dem er alle seine Kinder, geistlich und weltlich, zu ihrer Heimsteuer begabt hat bis auf Margretten, „dienü bisher lange zyt by mir vnd ir müter gesin ist vnd vns erberlich vnd getrwlich getan hat vnd noch,ob got wil, fürbasser tun wil", derselben vorab 5 fl. oder 5 Malter Gilt, die beste Kuh, das beste Bett,„pfulwen vnd küssy, als dartzü gehört, zway lilach, ain gensy deklach vnd ain zerschnitten deklach"; ander übrigen Hinterlassenschaft soll dieselbe wie die andern Kinder erben. Perg. Or. (das Siegel der StadtFürstenberg fehlt), a. a. 0. T.

2) 1454 samstag vor Jubilate [Mai 11.] entscheiden Burckhart von Reckenbach zu Geißingen,Gemeiner, Conradt Metzger, Schultheiss zu Geißingen, und Virich Arnolt von Geißingen, Schiedsleute vonwegen der Stadt Fürstenberg und der Gemeinde Neidingen, und Hanß Khromer, Vogt zu Tengen, undHeinrich Franck, gen. Happlin, von Northalden, Schiedsleute von wegen Hanßen von Heuwdorf zu Awel-iingen, Bitters, und der Gemeinde Awelfingen, nach genommenem Augenschein und Verhör der Kundschaftenden Grenzstreit dieser Gemeinden auf der Lenge also: die Lauchen zwischen Zwingen und Bannen der-selben gehen von dem Lindenstock herein gegen die Breiten Wißen und hinter dieser Wiese gegen Awel-fingen in eine grosse Buche nächst darbei und daraus in eine grosse Buche auf dem Rain, „alß es thal-haldet", von da in eine Eiche oben an der Halden, daraus in eine Buche daselbst im Thal ennethalb desWegs nach Awelfingen und diesen Weg hinab in den Grund und vom Grund des Thaies gegen Anlantz-wißen den Weg hinab in eine Mark, von dieser den alten Weg das Thal hinab bis an Anlantzwißen. Dievon Awelfingen dürfen aber ob Anlantzwißen und unter der Heckenstuden nächst darob mit ihrem Vieh„vber trenckin fahren". Das Holz an der Halden, das von Anlantzwis bis an die Breite Wiß an der Haldevon Awelfingen „haldet", gehört den von Fürstenberg und Neidingen, die Weide darin aber den von Awel-fingen. Das Or. siegelten Burkart von Reckenbach und Hanß Khromer. Pap. Kop. 17. Jhdt. a. a. 0.

1460, Juni 23.

266. Johanns Graf zu Werdemberg, der ältere, und sein Sohn Jörig, Graf zu Wer-

demberg, Herr zu dem Hailgenberg , werden mit der Stadt Pfullendorf durch Bür-germeister und Rat der Stadt Costentz vertragen: 1) Die von Werdemberg sollen dieMühlen am Andelspach von der Grafschaft zu dem Hailgenberg und der HerrschaftSigmaringen wegen und die von Pfullendorf dieselben von ihretwegen, soviel ihnenzugehören, „beschowen, rechtuertigen vnd strauffen". Wegen des Frevels, den die