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1350.
1350, Dez. 5.
- Constanz.
509. Vlricus episcopus Constantiensis monasterio in Witken, petitione eiusdem per-
motus, ecclesiam parrochialem in Schenkencella, cuius ius patronatus ad monasteriumipsurn pertinet, pro necessitatibus supplendis et pro augmentu cultus divini cumomnibus pertinentiis , consensu Dietheri praepositi , Vlrici deeani totiusque capituliecclesiae suae Constantiensis accedente, incorporat, ita ut monasterium, cedente veldecedente ipsius ecclesiae rectore, possessionem eiusdem propria auctoritate ingrediatur,reservata tarnen perpetuo vicario ibidem ad curam animarum instituendo congruaportione, ex qua sustentari, iura episcopalia persolvere et alia sibi incximbentia onerasupportare valet, salvis etiam ecclesiae suae Constantiensi et archidiacono loci iuribushactenus debitis.
Datum Constantie, nonis mensis Decembris, 1350.
Die Siegel des Ausstellers und des Constanzer Domkapitels sollen anhängen. Es ist aber daranein stark beschädigtes Siegel eines Eitters (15. Jhdt.) und ein spitzovales, stark (ob künstlich ?) abgeschliffenesSiegel, auf dem man aber noch die Spuren des Bildes erkennt. Es war das Siegelfeld geteilt: oben Christusam Oelberg, unten die 3 schlafenden Apostel. Es zeigt eine auffallende Aehnlichkeit mit dem Siegel desminister fratrum minorum Alamannie an einer Urkunde von 1479 (Donaueschingen). Von der Umschrift istnoch erkennbar: PROVINCDALIS.
Perg. Or. Donaueschingen.
1350, Dez. 14.
Kloster Riedern.
510. Propst Conrad, die Meisterin und der Konvent des Gotteshauses zu Riedern
vor dem Schwarzwalde kommen über folgende Teilung überein: „Des ersten, daszich Conrad der probst, der ietzt genante, mich a ) entziehe und entzogen hab für michund mein nachkomeh aller der rechtunge, so ich oder mein vorderen vnzher gehabthaben oder ich oder mein nachkomen imermer hinach möchten gewinnen zue denpfruenden der ehegenanten meiner frauen zue Riedern, also und mit der beschaiden-hait, daß die maisterin, die ie denne maisterin ist, und die frauen des conventspfruenden geben sollent und mögent, wie viel oder wie dicke si wöllent, und waßpfruenden sie gebent hinanhin imermer von disem heutigen tage, als diser brief gebenist, was inen davon gefallen oder werden mag, und b ) dem convent sonderbar iniren nutz und noturft komen, und hab ich noch mein nachkomen noch mein gesellenzue dem guete kein recht hinanhin nimermer von disem tage, als diser brief geben