Druckschrift 
5 (1885) Quellen zur Geschichte der Fürstenbergischen Lande in Schwaben vom Jahre 700 - 1359
Entstehung
Seite
314
Einzelbild herunterladen
 

fl

314

1312.

1312, Sept. 5. St. Georgen.

333. Die Meisterin und der Konvent des Klosters zu Amptenhvsen beurkunden,

dass der Priester Albreht Schlvding von Rotwil ihrem Kloster zu einem Seelgeräteund Almosen 30 M. S. Rotwiler Gewäges gegeben hat. Dafür verpflichten sie sich

0

mit Rat ihres Herrn und geistlichen Vaters, des Abtes Virich, und des Konventesvon St. Gerien, dem Schenker von ihrem Hofe zu Euingen und von dem Hofe zuGisingen, der Frideriches des Schvlthaissen Hof heisst, jährlich zu st. Michels Messe15 Malter Kernen zu einem Leibgedinge, so lange er lebt, zu geben; endet dieseLeistung, so sollen sie zu 15 benannten Hochgezeiten jährlich von den Nutzungender genannten Güter 1 „lggelle" Wein ihrer Sammlung und 6 r9j ihrem Prior geben;wird dies länger als 8 Tage versäumt, so dürfen sie nachher in ihrem Kloster mitSingen und mit Lesen einen ganzen Monat lang keinen Gottesdienst haben, und nachdiesem Monat sollen die 15 Malter Kernen jährlich an das Kloster St. Gerien fallen,dessen Herren dann in dem Jahre, da dies geschieht, an den benannten Tagen vomAbte und Konvente 15 Lägel Wein gegeben werden sollen.

, Geben ze St. Gerien, an dem n§hsten zinstag vor Vnserre vrowen messe derivngeren, 1312.

Die Siegel des Abtes von St. Gerien (wie an No. 299,1), des Konventes von St. Gerien (39 mm D.,II B, sitzende weibliche Gestalt auf einem Thronsessel, in der r. ein Rad, in der 1. einen Palmzweig- haltend,also s. Katharina); f SIGILLV: COVENT: SCI: GEORGII.), des Klosters Amptenhvsen (s. Abbild. No. 37)und der Stadt Rotwil (66 mm D., IV A 1, nach r. sehender Adler; | S. SCVLTETI. DE . ROTWIL . ET .BVRGENSIVH .)•

Perg. Or. Karlsruhe. R.

1312, Okt. 18.

334, Friderich von Almeshofen, Kirchherr zu Deggingen, verpfändet die Güter, die

er mit seinem Vater Rudolf von Almeshofen zu Seppenhofen gemeinsam hat, vondenen eines ihr Eigen, die übrigen aber Lehen von Grafen Berchtold von Sultz sind,mit des letzteren und seines Vaters Zustimmung an Herrn .. . a ) und Herrn Johanns,seinen Sohn, Ritter, von Reischach, um 25 1 | 2 M. S. Freiburger Gewäges, die er ihnenschuldig war für ein Ross, das er ihnen verlor.

Geben 1812, an dem mitwoch nach st. Gallen tag.

Das Original siegelten Friderich und Rudolf von Almeshofen und Graf Berchtold von Sultz.Friedenweiler Kopialbuch von 1663, Donaueschingen.

a) Für den Namen hat die Vorlage freien Raum gelassen.

B.

I