Druckschrift 
5 (1885) Quellen zur Geschichte der Fürstenbergischen Lande in Schwaben vom Jahre 700 - 1359
Entstehung
Seite
218
Einzelbild herunterladen
 

HHn

9 1 S 1290—1347.

2) 1341, April 4. Schwester Melit. die Strübingin, Bürgerin zu Vilingen, und Hainricli der Zimber-man von Tryberg, Bürger zu Vilingen, vermachen das Gütlein zu Haidenhouen, das sie von Schwester Ka-therinen sei. der Strübinginen geerbt haben, das der Kngler baut, und das jährlich 3 Viertel Kernen undebensoviel Haber Vilinger Mass ihr, der Schwester Meht., 6 Viertel Kernen und ebensoviel Haber aber ihm,dem Zimberman, gilt, auf Geheiss der genannten Schwester Katherinen den Siechen im Armenspitale zuVilingen, behalten aber ihre Gülten lebenslänglich zu gemessen, so dass die Gült der Schwester Meht. beiihrem Tode den Siechen, die des Zimberman aber bei seinem Ableben dieser Schwester und erst nach derenTod den Siechen zufällt. Geben an st. Ambrosien tag, 1341. Das Siegel der Stadt Vilingen nicht gut er-halten. Perg. Or. Donaueschingen.

3) 1347, Juni 23. Berht. und Hainricli, Gebrüder, von Sunthusen genehmigen den Verkauf desGutes zu Haidenhouen, das die Mererin baut, das jährlich 7 Scheffel Kernen, 3 ß A , die zu Vilingen gäbesind, und 4 Hühner gilt, und das Schwester Clara die Volkenswillerin, Bürgerin zu Vilingen, und ihre Vordemvon ihnen gehabt haben, durch dieselbe an die elenden Siechen an dem Felde zu Vilingen und an derenPfleger Johansen den Hetzger, Petter Vnrihtin und Hainricli Albern um 40 7t h, und verheissen, auch derenNachkommen, und die, an welche das Gut je verkauft werden sollte, damit zu belehnen. Die Pfleger habendas Gut inne, wie das der Brief bestimmt, den Eberhart Waltkün sei. und Rudolf der Volkenswiller sei. vonihnen, (den beiden von Sunthusen) und ihrem Vetter, Herrn Hermann sei. von Sunthusen, darüber erhalten haben.Geben an st. Johans abent zu der Süngihten, 1347. Das Siegel Berht. von Sunthusen (beschädigt, 36 mm D., •

IV A 2, im Schilde Balken und Fuss; f S.....OLT . DE . SVNTHVSEN.) und Hainrichs von Sunthusen

(s. Abbild. No. 70). Perg. Or. Douaueschingen.

4) 1347, Aug. 17. Cünrat der Hainbürg, Bürgermeister zu Vilingen, Cünrat von Tanhain und Burk.Zan, Bürger zu Vilingen, Pfleger des Armenspitals daselbst, kommen wegen des Gutes zu Haidenhouen, dasWalther Müge baut, das 9 Scheffel Koggen und Kernen, 8 Scheffel Haber Nidinger Mass, 3 ß ^, die zuVilingen gäbe sind, und 4 Hühner gilt, das die ehrbare Frau, Schwester Clara die Volkenswillerin, ihnenNamens des Spitals verkauft hat, überein, dass dieselbe das Gut alsLeibgeding zu gemessen hat, und dasses nach ihrem Tode als Leibgeding an Bruder Rudolfen, den Sohn ihres Bruders sei., Konventherren zuTennybach, und an Schwester Margareten, die Tochter ihres Bruders sei., Konventfrau zu dem Paradise,fallen soll; erst nach dem Tode dieser beiden fällt es an das Spital. Geben aht tag vor st. Bartolomeus tag,1347. Das Siegel der Stadt Vilingen beschädigt. Perg. Or. Donaueschingen.

5) 1347, Sept. 4. Cünrat der Hainbürg, Bürgermeister, Cünrat von Tanhain und Burkart Zan,Pfleger des Armenspitals zu Vilingen, kommen mit Schwester Clara der Volkenswillerin wegen des Gutes zuHaidenhouen, das Walther Muge baut, und das sie dem Spitale verkauft hat, und das ihr und ihren Bruders-kindern Rudolf und Margareten als Leibgeding verschrieben ist, überein, dass sie, sowie das Gut dem Spitaleheimfällt, davon jährlich jeden nächsten Tag nach den vier Hochzeiten den Siechen im Spitale zu Besserungihrer Notdurft über Tisch um Fisch und Fleisch oder um Wein „swaz sü danne aller genost hant" 97a/?zu Vilingen gäber, und ihrem Kaplan 6 ^ geben werden. An diesen Tagen sollen der Kaplan und dieSiechen mit Gebet und andern guten Dingen gedenken der Eltern, Geschwister und aller Vordem und ihrer(Schwester Clara) Seele und jährlich 1 7t A geben „an die kerczen, die man zu dem spitale brennet, so manvnsers herren fronlychamen hebet, vnd och an ander kercza, die man da brennet, ob an den grossen kerczan'vt vber wrdi". Die 80 7t h, welche sie für die Wiese im Warenbach, die ihre Mutter, die Volkenwillerin,sei. dem Spitale gab, bekommen haben, haben sie an den „brugel für Ryettor" gelegt; zudem hat SchwesterClara dem Spitale ihre Badstube vor Ryettor, da die Niessin inne ist, und die jährlich 6V2 7t 1 ß ^ gilt,5 Jauchert Acker und eine gute Wiese zu Volkenswiller gegeben. Ueber alle diese Güter haben sie undSchwester Clara gegenseitig sich Briefe gegeben, welche besagen, wie sie mit einander leben sollen, solangedie letztere lebt, und diesen Briefen soll der jetzige unschädlich sein. Von der Badstube und den andernGütern haben sie nach Schwester Clara Tode, da dieselbe und ihre Mutter dem Spitale lauter um Gottes undihrer Seelen willen also freundlich gethan haben, den Siechen im Spitale alle Wochen an dem Gutentage2/9^j um Fleisch, und jährlich am dritten Tage vor st. Martins Tage um Fische, Fleisch oder Wein lTt^

■

WM

m