Druckschrift 
5 (1885) Quellen zur Geschichte der Fürstenbergischen Lande in Schwaben vom Jahre 700 - 1359
Entstehung
Seite
169
Einzelbild herunterladen
 

1275.

169

possessiones cum Omnibus pertinentiis temporalibus et spiritualibus saepe dicto mo-nasterio adiudicant, ecclesiae in Luibertingen super eisdem perpetuum silentium im-ponendo, reservata tarnen quaestione expensarum in lite factarum eidem monasterio,si de ipsis voluerit experiri.

Actum et datum in choro Constantiensi, 1275., predicta die, indictione 3.

Das Siegel der Aussteller eingenäht.Perg. Or. Sigmaringen. F. Domänenarchiv.

WSäzMM

UFA na

1275, Juni 4.

Hachberg.

200. Heinrich, der Markgraf vonHabberc, und Anne, seine eheliche Frau, die Mark-

gräfin, verkaufen mit Willen ihrer Kinder und ihrer andern Erben,der wille vndder rath vnd gehelzot ze rehte herzv zv suchende waz," Johannesen von Bondorf8 Lehen im Kirchspiele Welschvnstaina, in Bvrtenwinesbach obenan, in Langenbrunnenund der Sexowen Lehen um 30 M. S. für rechteigen.

Diz geschach ze Hahberch, an deme cistage in der Phingestwehen, 1275.

Die Siegel des Ausstellers (III B 3, stark beschädigt, von der Umschrift nur noch einzelne Buch-staben erhalten) und seiner Gemahlin (31 mm D., IV A 2, im Schilde der badische Schrägbalken, das Siegel-feld ist mit Sechspass eingerahmt, Umschrift unleserlich).

Perg. Or. Donaueschingen.

1) 1306, vor Aug. 15. Heinrich und Rvdolf, die Markgrafen von Hahberg, erlauben als Lehens-herren dem erbern Ritter, Herrn Bvdolf von Snellingen, Menun, seiner ehelichen Wirtin, Herrn HeinrichsTochter von Tiersberg, die 2 Lehen zu Welschensteinah in der Gvrtenah a ) für 10 M. S. des Gewäges zuStrasburg, ihre Morgengabe, ferner den Zehnten zu Welschensteinah in dem Thal, der demselben gehört, undder Keserin Lehen, die 2 Lehen, die da haben Brune und Conrat,sin nachgebure", des Meders und desRoselers Lehen in genanntem Thale, und 2 Lehen zu Langebrunnen für 40 M. S. des vorgenannten Gewäges,ihr Widdum, als Pfand zu verschreiben, bis ihr diese 50 M. S. von demselben oder seinen Erben gefertigtwerden. Geschah vor Vnser vrowen mes der erre, 1306. Die Siegel des Markgrafen Heinrich (47 mm D.,IV A 2, im Schilde der Schrägbalken von r. oben nach 1. unten; fS.I. IVNIOBIS . MARGEAVH. D .HACHBERG.), des Markgrafen Rudolf (56 mm D., IH B 3, im Schüde den Schrägbalken, der Schild aufder Pferdedecke am Rüst wiederholt, auf dem Helme des Markgrafen 2 Büffelhörner, in dessen r. das Schwert,t S . RVDOLFI. MARCHIONIS. DE . HACH.ERC .), und Rudolfs von Schnellingen (s. Abbüd. No. 31). Perg.Or. Donaueschingen.

a) Nach gefälliger Mitteilung von Dr. Bück in Ehingen a/Donau ist dieser Name romanisch, und zwar zuralpinen, nicht zur französischen Gruppe des Romanischen gehörig. Gvrtenah, Gurtnaie (No. 200, 5) ist aus »curti-nario, d. i. Baumgarten« entstanden. Dieser Name hat sich aber im Welschsteinacher Thale nicht erhalten. Da-gegen lebt hier heute noch ein romanischer Name nach Dr. Bück in dem des Zinken Klettmer, der aus »Glepnir(No. 200, 4), Grepnir« entstellt ist, denn derselbe geht auf das vom Romanischen aus dem Altdeutschen entlehnte»crep« zurück. Die Urform lautete vermutlich »crepo nigro, d. i. Schwarzenstein«. Nicht ohne Grund heisst diesesThal also Welschsteinach, denn die eben genannten beiden Ortsnamen beweisen, dass in demselben Romanen,Walchen noch in der deutschen Zeit ansässig waren. Bezeichnend heisst noch 1381 (s. Band II, 318) Steinach imGegensatze zu diesem Orte »Tuschen Steinach«.

V. 22

mam

$m