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1 (1889)
Entstehung
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121
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Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf. 121

Memoiren, dass er als ganz fremder Mann nach Düssel-dorf gekommen, wo er keine Anverwandten fand, keinejener alten Muhmen und Basen, welche die weiblichenBarden sind, die der jungen Brut tagtäglich die Familien-legenden mit elegischer Monotonie vorsingen, während siedie bei den schottischen Barden obligate Dudelsack-begleitung durch das Schnarren ihrer Nasen ersetzen.„Mein Vater selbst", so erzählt Heine weiter, „war sehreinsilbiger Natur, sprach nicht gern, und einst als kleinesBübchen, zur Zeit, wo ich die Werkeltage in der ödenFranziskaner-Klosterschule, jedoch die Sonntage zu Hausezubrachte, nahm ich die Gelegenheit wahr, meinen Vaterzu befragen, wer mein Grossvater gewesen sei. Auf dieseFrage antwortete er halb lachend, halb unwirsch: DeinGrossvater war ein kleiner Jude und hatte einen grossenBart. Den andern Tag, als ich in den Schulsaal trat,wo ich bereits meine kleinen Cameraden versammelt fand,beeilte ich mich sogleich, ihnen die wichtige Neuigkeitzu erzählen, dass mein Grossvater ein kleiner Jude war,welcher einen langen Bart hatte". — Heine, der in einemalten Bürgerverzeichnisse „Jud Heene" genannt wird,kaufte 1809 das gegenüberliegende Haus Nr. 42, wohiner sein Geschäft verlegte. Besitzer unseres Hauses warFamilie Mendel, aus welcher eine Tochter den BaruhWolf heirathete, dem sie das Haus zubrachte. Wolf ver-kaufte es an Stephan Schoenfeld.

Das Haus Nr. 55 gehörte 1738 dem RegierungsrathSteinmacher, 1766 dem Kaufhändler Man daner, 1817führte hier Fr. Kerkhoff ein Colonialwaarengeschäft;von ihm kaufte es ein Schuhmachermeister, der in derLotterie gewonnen hatte.

Vom Hause Nr. 57 wissen wir nur, dass es 1709Eigenthum von HeinrichSteprath und wahrscheinlich1738 dem Hofrath Isenbroech oder dem HermannHuchhausen gehörte. Bis in die Neuzeit besass es dieFamilie Wurm.

Die beiden folgenden Häuser Nr. 59 und 61 warendem Liebfrauenstift hier mit einer Jahresrente von 13 resp.10 Albus pflichtig. In Nr. 59 hiess es schon 1709 „imLämmchen". Damals verkaufte Leonard Pannen-becker das Haus an Arnold Leudorf, 1738 war esin das Eigenthum von Bäcker Franz Kohmann über-gegangen, 1760 gehörte es dem Kaufhändler Guione,1791 einem gewissenes Familie ßommel.

Schier. In neuerer Zeit besass

Wie bereits gesagt,

lag

neben dem „Lämmchen" in

Nr. 61 friedlich das „Wölfchen", das 1608 dem Franz

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