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1 (1889)
Entstehung
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120
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120 Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf.

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Wie das folgende Haus Nr. 49 heisst, verräth uns einTäubchen, welches noch über der Thür zu sehen ist.Unter dem Namen „der weissen Taube" kommt esschon 1702 vor. 1663 besass das Haus ein Künstler, derSchnitzler Heinrich Winen oder Winn, 1697 ist es imBesitze der Familie Bücking, noch 1738 heisst es hierin Bückings Haus. 1798 waren im Däubchen bei WilhelmBrewer „gute Pferde und Barutzschen zu haben".Späterhin war die „im rothen Kreuz" wohnende FamiliePeter Cremer Eigenthümerin, in den 50er Jahren besitztes Theodor Foell.

Auf welchen Namen das Haus Nr. 51 getauft worden,sieht man schon von weitem an dem rothen Kreuz,das die Hausfronte heute noch ziert. 1704 bereits trägtes diesen schönen Namen. Es war 1738 Wagners Haus,1757 kauft es Bäckermeister Engelbert Cremer, dessenSohn Peter das Geschäft fortführte, während der SohnHeinrich Canonicus zu Xanten wurde, die Tochter Evaden Franz Berghorn heirathete. Peter's Sohn Engel-bert Cremer setzte die vom Vater gegründete Seifen-siederei fort, er verkaufte das Haus, welches 100 Jahreim Besitze der Familie geblieben war, an den MetzgerFoell. — Lange Zeit war das „rothe Kreuz" Absteige-quartier vieler Boten, 1795 kam „die zu Fuss gehendePost" von Crefeld Dienstags und Freitags hier an undging selbigen Tages wieder zurück, Montags und Donners-tags die von Erkrath, Mittwochs die von Wipperfürth;1798 kam „der Amts Mettmanner Gerichts- und StadtGerresheimer Postbote alle Tage nach Düsseldorf undnahm seine Einkehr auf der Bolkerstrasse im „rothenKreuz" beim Bäckermeister Cremer, allwo Bestellungengemeldet werden können"; 1800 hatte der Bleicher vonLeichlingen hier seine Niederlage und noch 1808 gingendie Boten von Gerresheim, Velbert und Wipperfürth hieraus und ein.

Das Haus Nr. 53 blieb ohne Namen, 1738 besass esder Jude Markus Frank, 1766 Jacob Emanuel vonGeldern. 1797 macht S. Heine aus Hamburg bekannt,„dass er Bolkerstrasse neben dem „rothen Kreuz" wohneund dass dort ausser den Waaren, welche in seinerBoutique auf dem Markt zu verkaufen waren, noch ver-schiedene andere neumodische Waaren billig zu habensind". Heine war mit Betty van Geldern, deren Vaterin der Arche Noae wohnte, verheirathet. Als Sohn beiderwurde, wie uns die Tafel am Hause belehrt, 1799 dergeniale aber unglückliche Dichter Heinrich Heinegeboren. Vom Vater erzählt Heinrich Heine in seinen