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Historische Wanderungdurch die alte Stadt Düsseldorf
von H. F e r b e r.
s ist eine für Localgeschichtsforscher empfind-liche Erfahrung, dass sie heutzutage als sonder-bare Käuze angesehen und gemieden werdenund selbst vor den Augen sonst wohlwollenderMenschen keine Gnade finden. Fand sie jaAnnette von Droste-Hülshof langweilig wie der bittereTod, schimmlig, rostig, prosaisch wie eine Pferdebürste,so dass die Dichterin sich im Hause ihres alterthümelndenSchwagers vorkam, als wandele sie zwischen trockenenBohnenhülsen und höre nichts als das dürre Rappeln undKnistern um sich her.
Indessen ist es uns zu unserm nicht geringen Trösteauch begegnet, dass unsere Mittheilungen aus den „muf-figen Manuscripten der Archive" gerne gehört wurden,häufig sogar verstummte jede andere Unterhaltung, wenndie Erinnerung an irgend ein interessantes Ereigniss derStadtgeschichte geweckt wurde. Diese Erwägung gibtuns den Muth, die lieben Düsseldorfer zu einer Wanderungdurch die alte Düsselstadt einzuladen und sie zu bitten,sich aus Grossvaters Garderobe mit langem Rock, kurzenBeinkleidern und Mütze zu versorgen, die Cigarre aberbeiseite zu lassen, damit wir unbehelligt unsern Wegfortsetzen können.
Wir werden uns da ohne ein orientirendes Adress-buch zurecht finden müssen. Klann und seine Nachfolger,die in ihren Jahr aus Jahr ein neu erscheinenden Adress-büehern die Bewohner Düsseldorfs nach Strasse und Haus-nummer in musterhafter alphabetischer Ordnung mit