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122 Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf.
Daniels gehörte. 1663 besitzt es Meister Johann Berg-hausen, 1711 war es von diesem an Johann HeinrichBrauns übergegangen. 1744 besitzt den „Wolf" Hansenaus dem Mühlenstein, 1760 Bäckermeister Gruben, 1782Meister Köhler und 1804 N. Gehlen, von dem es 1807Wilhelm Schwartz nach häufiger vergeblicher Aus-stellung für 1710 Rthlr. kaufte. Hier wurde Wilhelm'sSohn, der langjährige Stadtverordnete, Kaufmann CarlSchwartz, geboren. Nach ihm wurde Besitzer derLichterfabrikant Gürtler.
Das Haus Nr. 63 ■— es hiess hier „zum Leopard"— kaufte der Hofmaler Wilhelm Dietrich Hall 1704von der Wittwe Conte. Seine Grenzen werden wie folgtangegeben: einerseits der Hundsrücken, andererseits dasWölfchen, hinten auf das Haus zum Amsterdam. VonHall wissen wir nur mitzutheilen, dass er sich 1703 indie hiesige Rosenkranzbruderschaft aufnehmen Hess. Indiesem Jahrhundert erscheint als Eigenthümerin FamilieReymann.
Hiermit wären wir mit der Besichtigung der einenStrassenseite zu Ende gekommen und haben uns nun deranderen Seite zuzuwenden und zum Jan Willem auf demMarktplatze zurückzukehren. Da sagen uns nun unsereFreunde auf der Ecke in Nr. 2 habe es „im Gapstock"geheissen, weil es da immer viel zu sehen gab. Nachunsern urkundlichen Nachrichten hiess es hier aber schon1708 und später noch „im Spiegel". 1632 war unserHaus dem Bürgermeister Anton Zanders, der 1630 alsAeltester der reformirten Gemeinde genannt wird, gehörig.Er trug 1628 beim Leichenbegängnisse des Herzogs JohannWilhelm als Mitglied des Magistrats den Himmel, unterwelchem der Sarg von Adligen getragen wurde. Am10. Juli 1664 verkauften Heinrich Pipers, Anna AgnesPipers, Wilhelm de la Fontaine und WilhelmGabriels an den Ehrenfesten, viel Ehr- und tugendreichenHerrn Antonius Conte und Frau Sibilla Hachstein,Eheleute, für y20 Rthlr., 4 / 5 der von ihren Eltern respectiveAltvatern und Altmuttern Wilhelm Pipers und AnnaDiepenbeeks ererbten „an dem Markt hierselbst gelegenen,zum Spiegel genannter Behausung, mit einer Seite aufdie Bollicherstrasse, mit der anderen Seiten vornher aufdas Erb zum Reifen, hinten aber mit selbiger Seiteauf das Erb zum Goldgulden, hinter beyde Erbenzum Reifen und zum Kaiser genannt, mit dem Vor-haupt auf den Markt und mit dem Hinterhaupt zumTheil auf das Erb zu den drei Kronen und da dannenlängs das Erb zur weissen Rose auf Kempeners Erb an-