Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf. 117
liiess und 1663 im Besitze von Tilman Hoefgen oderHoesgen ist. Peter Hoesgen verkaufte es 1699 anJohann Sebus. Als das Haus 1758 beim Bombardementder Hannoveraner schwer heimgesucht wurde, war esschon über 20 Jahre im Besitze des KaufhändlersAndreas von Hees, von dem es sich in die FamilieMaurenbrecher vererbte. Später besass es ein gewisserPeill, später Joseph Hürter.
„Zum neuen Pflug," so hiess es 1783 in Nr. 31.1632 war die Wittib Kreit fisch Eigenthümerin, 1647verpfändet das Haus Johann Ernst Kreit fisch, 1699besass es der Stadtchirurg Matthias Blatt, 1783 dieEheleute Scheuten, die des Hauses Lage als nebendem weissen Bären und dem Brandenburger bezeichnen.Späterhinwaren die Familien Sommer, dann Schüchter-mann Eigenthümer.
Das Haus Nr. 33 gehörte 1647 dem Willi elm Bücking,1709 dem Peter Lalowel, 1738 dem Bäcker Böcking.Bei dem Bombardement 1758 hatte auch dieses Haus zuleiden, damals gehörte es einem gewissen Arnz, spätereiner Familie Schmitz. Es hiess bereits 1709 „zumweissen Bären." Jetzt ist es „Hofapotheke."
Eines der wenigen Häuser, die durch die Stürme derZeit ihren Namen bewahrt haben, ist das folgende HausNr. 35, welches schon 1715 „zum schwarzen Anker"hiess und wohl den meisten Düsseldorfern heute nochunter dem abgekürzten Namen „im Anker" bekannt ist.Als 1638 auf den Ruf des Herzogs Wolfgang Wilhelmzwei Cölestinerinnen von Cöln anlangten, um hier einHaus ihres Ordens zu begründen, nahmen sie im Anker,wo sie drei Zimmer mietheten, Wohnung. Hier nahmensie auch 2 Novizinnen, eine Fräulein von Ahr und eineFräulein von Maercken als Novicen auf, die erste starbwährend des Noviciats, die zweite legte hier Profess ab.Wie schon früher erzählt, erwarben die Schwestern 1642ein Haus in der ßatingerstrasse, wo sie Kloster und Kircheerbauten. Unser Haus gehörte 1663 dem HofmüdderPeter Geringhausen, 1738 der Familie Schmitz, auswelcher Maria Anna Schmitz den hochfürnehmenRathsverwandten Adolf Lebally heirathete; beide ver-kaufen den schwarzen Anker 1741 an Bertram Dahmen.Im Anfange dieses Jahrhunderts finden wir die ErbenStommel im Besitze, sie verkaufen das Haus 1808 anden Bäcker Johann Lindorf, den Onkel des spätemBesitzers, des Wirthes Wilhelm Nolden, dessen SohnArnold es an Michael Schmittmann verkaufte.