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1 (1889)
Entstehung
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116
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116 Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf.

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bis in unsere Zeit besass es Kaufmann Caspar Tyrell,Schwiegervater des Gymnasialdirectors Schmitz zu Cöln.Das Eckhaus Nr. 27 hiess bereits 1675 „zum weissenFalken." Es ist schon 1663 im Besitz der EheleutePeter Wüsthof und Getrud Offerhausen, von denenes schuldenhalber verkauft wird. Ansteigerer bleibt 167f>Johann Gottfried Golzheim für 1790 Rthlr., dieserüberträgt es aber schon am 28. Nov. 1676 an den fürstl.Gerichtsschreiber Philipp Franken und dessen FrauElisabeth von Graubusch. Es war wohl sein Sohn„Ihrer Churfürstl. Durchlaucht Hof - Cammer - Rath undGerichts Schreiber Gerhard Hubert Francken" derbei der Beleuchtung 1746 „gleichsam eine Unterströmungdes unterthänigsten Treu- und Liebes-Eiffer bezeiget hatte,welche ihm nicht erlaubete die Hertzensgedanken mitlangsamen Versen vorzubilden. Die ungemeine Verehrunggegen den Höchsten Pfältzer Namen und Stammen hattealle Fenstern des Hauses mit Höchstdenselbigen dergestalteingefüllet, dass in jedem Fenster des untern Stocks obensich das höchste Wapen im Gemähide zeiget und untenvon Blumenbüschen gleichsam unterstützet wurde. Nebenden Fenstern befanden sich Oranienbäume, welche zueinem besonders angenehmen Augen-Vorwurf durchsichtigerleuchtet waren. In den Fenstern des obern Stockswaren allenthalben die Züge der Höchsten Nahmen CarlTheodor und Maria Elisabeth in angenehmsten Feuervorgestellet. Zu beyden Seiten waren drey-eckigtePiramyden oder Spitzsäulen in vollem Licht zu sehen;und oben krönete das gantze Werk ein in lauter Licht-Sternen vorgebildeter Chur-Hut. Sonst war das ganzeEckhaus sowohl zur Bolkerstrasse, als auch zur Capuziner-gasse zu mit unzählbaren Lichtern verherrlichet.

Warum ziert nur der Nahm und Wapen dieses Hauss?

Dieweil nichts anders war in des Besitzers Hertzen:

Die beyde machen uns ein Götterwesen aus,

Und leuchten diesem Lande mehr als viel tausend Kertzen.

Deswillen bitten wir von Gott: Carl solle leben

Und in beglückter Zeit auch Leibes Erben geben.

Das Haus kam durch eine Erbtochter Franken anden Huthändler J. D o m i n i c u s Haas, dessen prächtigeSchmetterlings-Sammlung noch in unserm Gedächtnisselebt. Haas verzog 181)8 nach Nizza, wo er starb. DasHaus kam rasch nacheinander in verschiedene Hände,jetzt besitzt es der Kleiderhändler Schneider.

Ueberschreiten wir die Capuzinergasse, dann kommenwir zum Eckhause Nr. 29, das 1647 schon zum Branden-burger, später auch zum alten Brandenburger