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Historische Wanderimg durch die alte Stadt Düsseldorf. 115
Es war dies Land vorhin in einer trüben Nacht;Jetzt wird es eine Wayd der Lust zu sein beginnen:Da solche Fürsten samt so grossen PrinzessinnenDurch ihre Gegenwart es gantz beglückt gemacht.
An der rechten Seite war Ihro Churfürstl. DurchlauchtHöchster Nähme mit dem Churhut darüber, und folgenderUnterschrift:
Der Vorwurf unserer Wünsch und die vornehmste GaabWarum man, gleich als wollt man wetten,Den Himmel immer hat gebetten,
Heisst: Herr, schick unserm Herrn doch einen Prinzen herab.
An der linken Seite zeigete sich Ihro Durchlaucht derChurfürstinne Höchster Nähme und einen Churhut darüberund der Beischrift: Es lebe unser durchlauchtigster Chur-fürst, es lebe unsere durchlauchtigste Churfürstinn, nachwelchen man so lang verlanget."
Die übrigen Fenster des Hauses waren mit brennendenSpitzsäulen erleuchtet.
Um 1805 wohnte hier der Generalzahlmeister derfranzösischen Soldaten Mr. Nie. Scitivaux mit seinemEmployes Jean Brodelet und Louis Klingelmeyer.Von Napoleons I. Gefolge logirte hier der Comte de Bearn.1817 handelte hier A. Gottschalk in Mode- und Ellen-waaren; schon 1806 besass es Rath Lantz, der Vater desnoch zu Lohausen wohnenden Rittergutsbesitzers Lantz,dessen Mutter das Haus an Simon Hohmann verkaufte.Zeitweise wohnte in demselben der Pelzhändler JosephG u b a.
Das Haus Nr. 23 war 1632 Tilmannen PypersHaus, 1654 verpfändet Heinrich Weidenhorst das„zur Fontaine" benannte Haus, welches 1738 mit derdarin befindlichen Apotheke dem Rath Lebally gehörte.1817 betrieb die Wittwe Junkerstorf hier ihren Handelin Colonial- und Ellenwaaren; später wohnte im Hauseder Goldarbeiter und Juwelier Füchte, der, zur Be-wunderung der Stadtbewohner, die ersten grossen Schau-fenster hier anlegte. Besitzer war bis in die jüngste ZeitTheodor Lingenbrink, jetzt gehört es dem Farb-und Materialwaarenhändler Gustav Lentzen.
Im Hause Nr. 25 — wovon alte Bürger uns sagen,dass es hier, nicht in Nr. 23, „zur Fontaine" geheissenhabe — lebte 1663 Peter Melm mit Frau, seiner TochterMargaretha und dem Sohne Johann. 1675 ist ConradMelm, Mann von Christine Bachmann, Besitzer.1738 gehörte es dem Gelbgiesser Friedrich Müller,bei dem Hofrath Pütz zur Miethe wohnte, 1817 führtehier Johann Reitz seinen Handel in Colonialwaaren;