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114 Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf.
Böhme. 1805 bewohnte es der Goldarbeiter FranzBongard.
Das Haus daneben Nr. 19 hiess „zum goldenenEinhorn". 1705 besass es der Apotheker Bergen, 1738ist es als den Erben Bergen zugehörig bezeichnet; damalswohnte dort zur Miethe der Procurator Hahnewinkel.1776 verkaufte im „Einhorn" der Peruquier Jean Dussard„neu erfundene Pomade, welche die Wirkung hat, dasHaar wachsend zu machen und das Verlorene wiederhervor zu bringen, auch dem Haar, das am ausfallen ist,seine Stärke wiederum zu geben. Diese Pomade hatschon die Probe geleistet an Leuten von 40 ad 50 jährigemAlter. Diese Pomade wird gebraucht, da man nämlich2 oder 3 Wochen nacheinander des Abends das Hauptdamit reibet, ohne das mindeste dabey zu beförchten undwird verkaufet um einen billigen Preiss". — Später um1787 kehrte alle Wochen im „Einhorn" der Bott vonKrüchten ein „nimmt Briefe und Paqueter mit und gehtüber Neuss, Bütgen, Kleinenbroech, Korschenbroech,Gladbach auf der Hardt, Waldniel und Berk. — Anfangsdieses Jahrhunderts wohnte hier Hofmedicus Naegele,1817 betrieb hier die Firma Finnickel (Hackenberg)ihr Putz- und Galanteriewaaren-Geschäft. Später wurdees Eigenthum der Familie Hartmann und kam durchWilhelm Sauset an Reinhold von Hurter. Es trägtnoch die Jahreszahl 1759 in Ankern an der Stirne.
Von dem folgenden Hause Nr. 21 wird uns gesagt,dass es hier ehedem im „B ollig er Hof" geheissen habe;urkundlich fanden wir dieses nirgend bestätigt. 1632 und1663 besass das Haus Daniel Boelen, welcher Namenallerdings sowohl auf den Namen des Hauses wie derStrasse hindeutet. 1738 ist Kaufhändler Terlahn Eigen-thümer. Er ist wohl Everhard Terlahn, der 1742 inseiner Ehe mit Maria Barbara Grillmeyers dem Kauf-händler Johann Conrad Jacobi und seiner Frau JohannaMaria Pfalmer die vor dem Flingerthor belegenen Gärtenfür 300 Ducaten verkaufte. Bei der Beleuchtung 1746hatte Terlahn „nebst den an seinem Hause vorgestelltenGemählden auch seine teutsche Gedanken in französischerSprache ausgetrücket. Oben an der Thür befand sichdas höchste Churfürstliche Wapen unter zahlreichenLichtern mit dieser Unterschrift:
Ce pais, qui jadis fut un triste sejour,Fournira aux plaisirs des nobles päturagesPar la presence de si dignes PersonagesEt sera les plus beau des pais d'alentour.