Druckschrift 
1 (1889)
Entstehung
Seite
9
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Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf.

da, die Kloster- und Schulgebäude dienten profanenZwecken, 1888 kehrten die Schwestern aber wieder hieherzurück und alsbald begannen sie wieder der weiblichenJugend ihre Thätigkeit zuzuwenden.

Im Anfange dieses Jahrhunderts fanden im Klosterdie ausgetriebene Priorin des Klosters Meer, Maria vonPreising und die Schwester desselben Klosters Sophiavon Sand, Wohnung.

Nr. 16 war 1684 noch ein unbebauter Platz. KurprinzJohann Wilhelm schenkte ihn in einer Grösse von 100Fuss Fronte und 270 Fuss Tiefe an seinen Geheimrath,den General-Kriegs-Commissar und Marschall FriedrichChristian Fr hm. von Spee für alle Zeiten schatz-und steuerfrei. Der Architect und Ingenieur Cagnon hatteeine Karte des Platzes mit Vorhaus, Garten und Hinter-haus dazu gezeichnet. Damals stand noch ein Thurmauf der Baustelle, der zur Aufbewahrung von Pulverbenutzt, 1693 aber abgetragen wurde.

Nr. 18 war Eigenthum der Kreuzbrüder und 1695bewohnt von Geheimrath Dr. Pingen und Secretär Schott.Am 15. November des genannten Jahres verkauften dieKreuzbrüder das Haus an die Wittwe von FriedrichGhris.tian Frhrn. von Spee geb. Anna Elis. Freiinvon Loe, welche es bereits am 1. December 1696an Franz Melchior Frhrn. von Wiser und dessenFrau Maria Walburga Müllerin von Gnaden eggkäuflich übertrug.

Beide Häuser waren 1713 Eigenthum des bergischenKanzlers Grafen von Schaesberg, sie gingen aberspäter in den Besitz des Fürsten von Arenberg über.— Bis 1814 waren dort die Sitzungen des Ober-AppeÜations-gerichts und Tribunals gehalten worden.. Fürst Arenbergverkaufte sie wahrscheinlich an den Spediteur Hartmann,dessen Sohn Fritz 1849 in der Barrikadennacht durcheinen Schuss getödtet wurde, als er im Begriffe war, seineWohnung aufzusuchen. Jetzt ist es Eigenthum der FamilieSiebel.

Nr. 20, welches jetzt den schönen Zwecken des St.Anna-Stifts dient, war im Anfange des vorigen Jahr-hunderts Eigenthum der Familie Robertz. 1715 ver-kaufte der Doctor juris Johann Paul Joseph Robertzdas von seinen Eltern ererbte Haus an den Hofkammer-rath August Beckers und dessen Frau Maria Anna deGiespenning für 5600 Rthlr. Wahrscheinlich ist es durch■ eine Tochter dieser Eheleute, Agnes Adriana Beckers, anderen Mann Geheimrath Johann Anton Michael Heystergekommen, denn 1746 finden wir diese Familie im Besitze des