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1 (1889)
Entstehung
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8
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8 Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf.

Die älteste Tochter von Wilhelm Schloesseren, TheresiaSchloesseren, heirathete 1741 den Hofrath Georg PeterAndreas Hagens. Sie fochten die 1739 von denKindern des Nicolans Voetz erfolgte versatzweise Ueber-tragung des Hauses an den Hofrath von Kessel er mitErfolg an; die Wittwe Hagens verkaufte es am 16. De-cember 1752 an Ambro sius Franz Grafen vonSpee zu Heitorf für 10 000 Rthlr. — 1792 pachtete dasHaus die Freifrau von Lerodt geborene Freiinvon Bentink, welche bis 1797 dort wohnen blieb. Dasnach der Ursulinergasse ausgehende Hinterhaus pachtetenun 1797 Geheimrath Jeger und 1802 bezieht das HausFriedrich Collenbach mit seinem Handlungshausunter der Firma Gebrüder Clef u. Co. An Pachtzahlte er jährlich 350 Rthlr. Späterhin kam das Hausdurch Kauf in den Besitz der Familie Ferrier; es istjetzt Eigcnthum von Wittwe Theodor Maas, der esdurch ihren Vater zugefallen war. Es verdient nochbemerkt zu werden, dass hier zeitweise die Wittwe desHofrathes von Lesecque, auch der Advocat von Hagens,Vater des noch lebenden Maiers von Hagens, wohnte.

Hier überschreiten wir die Ursulinergasse und kommenzur Kirche der Ursulinerinnen. Wie Kaplan Bayerlein seinem Buche über die katholischen Kirchen Düssel-dorfs erzählt, kamen schon 1677 Ursulinerinnen nachDüsseldorf, die neben dem Karmelitessenkloster Wohnungnahmen. Weiteren Zuzug bekamen sie 1681 von Cölnaus. Anfangs hatten sie noch kein eigenes Kloster,sondern bewohnten ein Privathaus, bis ihnen der KurfürstJohann Wilhelm im Jahre 1684 einen Platz zum Baueines Klosters und einer Kirche schenkte. Der Sagenach soll die Kurfürstin mit den Nonnen ein Kartenspielgemacht haben mit der Bedingung, wenn sie verliere, so

wolle sie das Klosterverloren und1685 wurde

dem gemäss

der

erbauen; sie habe nun wirklich

auch ihr Versprechen erfüllt.

erste Stein zum Kloster und zur

Kirche gelegt und am Feste der h. Ursula 1686 zogendie Nonnen ein; die Kirche aber lag damals im Innerndes Klosters. 1702 wurde die jetzige Kirche unter demTitel des allerheiligsten Sacramentes erbaut. — Die Ursu-linerinnen haben 200 Jahre hindurch die weibliche JugendDüsseldorfs unterrichtet, nur zweimal, beim Bombarde-ment der Stadt durch die Hannoveraner 1758 und durchdie Franzosen 1794, verliessen sie die Stadt auf wenigeTage, um dann wiederum ihrem schönen Beruf zu leben.Der sog. Kulturkampf vertrieb die Schwestern ausder Stadt und dem Vaterlande. Die Kirche stand leer

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