Druckschrift 
1 (1889)
Entstehung
Seite
5
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Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf.

welche durch einenangenommen werden.

Magistratsschluss unter denselbenSchawberg,städtischer Polizei-Commissär.

"Von dem Kreuzherrnkloster erzählen wir füglich ananderer Stelle und gehen, da die übrigen Häuser derStrassenseite bis Nr. 47 historisch zur Ratingerstrasse ge-hören, zurück zu dem Complex, welcher die Häuser vonNr. 2 bis 10 umfasst und ehedem das Neuewerk genanntwurde.

Wie schon früher gesagt, gehört die Ritterstrassenicht zu den ältesten Strassen. Im „Landsteuerbuch von1632" kommt sie ebensowenig vor, wie im Steuerbuchvon 1663, das uns gleichfalls vorliegt. Bei der Explo-sion des Pulverthurms 1634 konnten deshalb auch nureinige Häuser „achter der Mauer am Pulverthurm" be-schädigt werden, andere waren nicht da. Erst fünfzigJahre später beschloss Kurfürst Philipp Wilhelm das„neue Werk", das ist die dem Hafen zugewandte Seiteder Ritterstrasse, ausbauen zu lassen. Fast gleichzeitig(1684) trat eine Commission zusammen, worunter Fried-rich Christian Freiherr v. Spee, Freiherr v. Nesselrodeund Dr. Contzen, um in Erwägung zu ziehen, „dass desZuzuges der vielen Handelsleute wegen und zur mehrerenSicherheit, des Gewerbes den Bürgern die Einquartirungzu entnehmen, für das Militär Baracken zu erbauen seien."

Das Resultat dieser Erwägungen scheint die Erbauungder spätem, jetzt niedergelegten Reuterkaserne gewesenzu sein, wenigstens weist eine Handzeichnung im Staats-archiv rückwärts der kleinen Ritterstrasse eine Reihe„vorhabender Baraquen" nach.

Kehren wir nach dieser Abschweifung zu den HäusernNr. 2 und 4 der Ritterstrasse zurück. Sie waren ehedemund sind jetzt wieder ein Haus, das wahrscheinlich vonder Wittfrau Aaken erbaut wurde. Den Eingang zumThorweg krönt ein Doppelwappen, unzweifelhaft das derErbauer. Oberst von Schaumburg hielt es in seiner„Historischen Wanderung durch Düsseldorf" irrthümlichfür das der gräflich von Goltstein'schen Familie, diedas Haus allerdings späterhin besessen hat, während eszwischendurch 1741 Eigenthum des Hofraths Kessler,1746 von Geheimrath Grein bewohnt war. Mit denübrigen auf der Citadellstrasse gelegenen Häusern desGrafen Goltstein wurde dieses Haus 1809 zum Verkaufangeboten und 1811 von Peter Cremer, dem Vaterdes jetzt dort wohnenden Kaufmanns und SeifenfabrikantenEngelbert Crem er acquirirt, der hier eine Kerzen-fabrik errichtete.