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Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf.
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Das Haus Nr. 6 baute Hofmaler Johann Spielberg-mit Bewilligung des Kurfürsten Philipp Wilhelm, dieim Jahre 1687 ertheilt wurde. Spielbergs Vater, auchJohann Spielberg genannt, war 1624 Diakon der refor-mirten Gemeinde hierselbst, er selber wohnte 1663 aufdem Marktplatz Nr. 6. — 1741 besass unser Haus derHofrath Johann Jacob Sibenius, später kam es inden Besitz der freiherrlichen Familie derer v. Peltzer-Berensberg.
Das daneben gelegene Haus Nodes Kammerraths und Oberkellnersauch gebaut habenWechsel wissen wir
8 war EigenthumPickart, der eswird. Ueber den weiteren Besitz-nichts zu berichten. In den 30er
Jahren dieses Jahrhunderts wohnte Appellationsgerichts-rath Degrek dort.
Das Eckhaus No. 10 erbaute der kurfürstliche Hof-kammerrath Nicolaus Voetz, während seiner Ehe mitMaria Katharina Schorner. Der Kurfürst Philipp Wil-helm hatte bereits unterm 13. December 1673 zu Gunstendes Vicekanzlers Melchior Voetz rescribirt: „DemnachSe. hochfürstliche Durchlaucht gnädigst resolvirt, hinterden Kreuzbrüdern am Wall etliche Hänser zur Erweite-rung und Zierrath dero Residenzstadt Düsseldorf erbauenzu lassen, also haben Ihro hochfürstliche Durchlaucht derogeheimen und Regierungsrath Melchior Voetz, derRechten Licentiaten, auf dessen unterthänig Ersucheneinen freien Platz, dergestalt, wenn Andere dort bauen,er alsdann auch einen Anfang machen soll, bewilligt,dero Rechenkammer gnädig' befehlend, die Verordnungzu thun, dass gedachtem Voetzen sothanen gnädigst be-willigter Platz abgemessen und angewiesen werde."
Eine gleichlautende Ordre vom 29. November 1673war an den Leibgarde-Obristen Freiherrn von Kolffgerichtet, welcher diesen freien Bauplatz am 28. März1674 dem geheimen Regierungsrath Melchior Voetz über-trug. Voetz starb schon im folgenden Jahre am 8. Märzin seinem 57. Lebensjahre; er fand seine Ruhestätte inder Stifts-, jetzigen Lambertuskirche, wo noch eine mitseinem Wappen und mit Epitaphium versehene Gedächt-nisstafel im linken Seitenschiffe an den grossen Rechts-gelehrten und Berather zweier Herzöge erinnert. Vonder Bauerlaubniss hatte er keinen Gebrauch machen können,für ihn trat sein Vetter, der kurfürstliche KammerrathNicolaus Voetz ein, der das jetzt dastehende Hauserrichten liess. Ueber dem Bogen des Einfahrtsthoresbefinden sich noch die Wappen des Erbauers und seinerGattin.