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a) Das älteste Heberegister des von den Bischöfen Frie-delich I. u. Erpho in der 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts ge-stifteten Kollegiatstifts St. Mauritz bei Münster, Eedditus etprima fundatio fratrum ecclesie sancti Mauritii et bona über-schrieben, ist auf den letzten 2 Blättern eines ehemals demStifte St. Mauritz gehörigen Evangeliars des 12. Jahrhundertseingetragen, welches jetzt im Besitze des Kittmeisters a. D.Egbert v. Zurmühlen in Münster sich befindet. Wie hintenin jenem Buche das Einkünfte-Verzeichnis, so sind vorn (aberspäter u. von verschiedener Hand) die Eidesformeln für Ka-pläne, Sekretär, Propst, Kanoniker u. Vikare von St. Mauritzeingetragen. Die Pergamentblätter sind 17,7 cm lang u. 13,2cm breit. Hinten, wo das Einkünfte-Verzeichnis eingetragenist, sind durch Feuchtigkeit einige Risse u. Löcher im Per-gament entstanden u. so hie u. da Schriftzüge zerstört; sonstist die Handschrift gut erhalten. Der Deckel jenes einst imHochaltare verwahrten und nur an hohen Festen zu St. Mauritzgebrauchten Evangelienbuches ist mit einer wertvollen Elfen-beinschnitzerei, die Kreuzabnahme darstellend, aus dem An-fange des 12. Jahrh. geziert. Die Schrift des Heberegistersweiset dieses ebenfalls dem 12. Jahrhundert zu; w erscheintüberall noch durch uu, bez. im Anlaute durch vu vertreten,ä wird im Anlaute der Eigennamen durch ae, im Auslaute durch§ bezeichnet*). Die schlichten Personenbezeichnungen durchVornamen, die nur teilweise der Schwächung u. Brechungunterliegenden Laute der Eigennamen weisen gleichfalls aufjene Zeit als Abfassungszeit hin. Jedenfalls ist es vor 1177,dem Jahre, wo das bis dahin dem Stifte noch fehlende De-kanat von Bischof Hermann IL errichtet u. ausgestattet wurde 2 ),
1) Lübke Mittelalterl. Kunst in Westf. S. 404 will die Hand-schrift dem 13. Jahrh. zuweisen, aber mit Unrecht. — 2) Erhard Cod.dipl. 388.
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