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Grieth mitunter geradezu als Pfarrer und die Kapelleals Pfarrkirche bezeichnet wird. So begegnete unsim Jahre 1416 Johann v. Wissel als „Priester undPfarrer der Kirche in Grieth" (s. Seite 63).
Patron der Kapelle in Grieth war der h. Petrusund zwar ursprünglich allein; ihm war die Kapellegeweiht und sein Bild führte der Kaplan 1383 imSiegel. Später finden wir neben Petrus auch Paulusals Patron; wahrscheinlich ist Paulus durch dieSchiffer- und Fischergilde, die ihn mit Rücksicht aufdie Apostelgeschichte cap. 27 zu ihrem Patron erwählthatte, zunächst Compatron geworden. Wann diesesgeschehen ist, vermögen wir nicht anzugeben; imJahre 1526 wird die Kapelle ecclesia parochialis Ss.Petri et Pauli genannt; auch Johann v. Düsseldorfgenannt Sternenberg gibt in seiner Designatio vom25. März 1609 Petrus und Paulus als Patrone an.
Selbstredend war es für die Stadtgemeinde einBedürfniss, neben der Hauptmesse insbesondere anSonn- und Festtagen eine Frühmesse zu haben.Wann die erste Stiftung dafür erfolgt ist, konnten wirnicht ermitteln. Am 4. Mai 14-38 vermachte JohannAlberti (Albers), Bürger in Grieth, einen Gartennahe bei der Stadt als Beigabe für eine solche Messe,w'orin man seiner und seiner Eltern gedenken solle(in subsidium et iuvamentum cuiusdam misse de maneobservande in ecclesia Gritensi). Zu Universalerben. setzte dieser Albers, der uns 1416 als Rath, 1418 alsSchöffe in Grieth begegnete', seine beiden natürlichenSöhne Heinrich und Albert ein im Beisein des PriestersJoh. Thomae und des Joh. Nab. Dem Albert ver-machte er vorab die Hälfte des vom Testator be-wohnten Hauses nebst Zubehör.
Vikarien werden folgende genannt: 1. Vicariab. Mariae V.; 2. vicaria s. crucis; 3. vicaria