liBiliimi^p
127
gewonnen und wegen der Nähe von Monterberg mitdem landesherrlichen Schloss eine bedeutendere An-ziehungskraft besass.
Die Verlegung des Rheinzolls von Huissen nachGrieth, wozu Graf Diedrich IX. auf sein Gesuch vonKaiser Ludwig dem Bayer Mitte August 1336 die Er-laubniss erhalten hatte, 1 hätte unter anderen Um-ständen für das Städtchen von Bedeutung werdenkönnen. Allein der Rheinzölle gab es auch amNiederrhein zu viele; zudem war in Griethausen einneuer entweder eben errichtet worden oder wurdedoch gar bald dort eingerichtet. Fast ein Jahrhundertlang verlautet denn auch von dem Zoll in Grieth nichts.
Um 1402 verkauften die Stadtgemeinden vonGrieth und Büderich an den Ritter Johann v. Lintlarin Köln eine Rente von 63 Florent. Gulden (ä 12Tournosen) vermuthlich, um die Zollstätten sich zuerhalten oder wieder zu erlangen. Wir erfahrendieses aus einer nicht datirten Anklage des Aegidiusv. Merwele als Prokurators des Mag. und Dr. med.Gerh. v. Hönkirchen bei dem Abt von S. Martin inKöln. Danach hatten die beiden Städte die bei demVerkauf vorgesehenen Zahlungstermine 13^2 Jahr nichteingehalten und schwere Geldbussen contrahirt. Danach dem inzwischen erfolgten Tod des Ritters Joh.v. Lintlar der gleichnamige Sohn gleichfalls vergebensgemahnt hatte, cedirte dieser die ganze Forderung anden Schuhmachermeister Gerhard van der Horst, Bürgerin Köln, der sie seinerseits dem Magister G. v. Hön-kirchen überwies. Am 10. December 1416 ernanntennun durch den Notar Wilhelm Ysenbrand von Cleveder Bürgermeister Heinrich van den Haghe von Griethund die Schöffen Theod. van Ryswick, Heinr. Genser,
1 Lac. III, 305.
m-