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Beiträge zur Geschichte von Wissel und Grieth und zur Genealogie niederrheinischer Geschlechter
Entstehung
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Dieses Siegel von l 1 h Centimeter Durehmesserführt eine durch Rundbogenlisenen dekorirte Ring-mauer mit Zinnenkamm vor, in deren Mitte das Thorvon einem schweren Thurm aus zwei Stockwerkenmit Gallerien überragt und durch zwei Rundthürmefiankirt wird. Zwischen dem Hauptthurm und jeeinem Rundthurm schwebt ein Wappenschild miteinem Herzschild, wohl als Stadtzeichen von Grieth.Von der Legende in Majuskeln ist noch vorhanden:Sigillum [burgensium] de Greite.

Ein zweites Stadtsiegel von 3 1 /2 Centimeter Durch-messer, ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert, zeigt ineinem pyramidalen Thurm von 4—5 Stockwerken einThor, das von zwei Mauerthürmen mit Zinnenkammfiankirt wird. Auch hier erscheinen an derselbenStelle die beiden Wappenschilde. Von der Umschriftdes undeutlich ausgeprägten Siegels noch erkennbarin Majuskeln: . . . lum . . . ensium de G . . .

Das Schöffensiegel von demselben Durchmesserwie das vorige Stadtsiegel stellt auf geblümtem Grundeinen zinnenbekrönten polygonen Thurm mit schiefer-gedecktem und bekreuztem Helm dar und führt dieLegende in Majuskeln: S. scabinorum de Greta.

Städtische Verfassung erhielt die Ortschaft vomGrafen Diedrich VI. von Cleve und dessen Sohn undNachfolger Diedrich am 1. März 1244, nach Teschen-macher am 1. März 1254. 1 Der ursprünglich lateinischgeschriebene Privilegienbrief ist nur in deutschenUebersetzungen auf uns gekommen. Zwei verschiedeneKopien, 2 die korrekter sind als die von Dithmar pub-licirte, haben die Jahreszahl 1244. Wenn aber Grieth

1 Cod. dipl. N. 33.

2 Die eine im Pfarrarch. zu Grieth, die andere in BonnerJahrb. LXXIII, 159 u. ff.