V
den dieses Siegel 1 hinsichtlich des darin dargestelltenPatrons mit Buch und Palme (nicht Stab) noch übriglassen sollte, beseitigt vollends das andere Siegel, dasder vorerwähnten Urkunde anhing und also beschrie-ben wird. „Das vierte von demselben Brief herab-hangende Siegel war rund und klein und von grünemWachs; es hatte als Umschrift: Siegel des Pfarrersin Wischel; in der Mitte war das Bild eines Mannesausgestochen, der einen Anker in der Hand hatte." 2Ausser diesen beiden Siegeln sind uns Abdrücke vonvier anderen runden Siegeln erhalten; davon zeigtdas eine von der Grösse eines Thalerstückes dasBrustbild eines Heiligen mit spitzer Mitra (gleich-schenklich), einem offenen Buch in der Linken,einer romanischen Kirche in der Rechten und derUmschrift in Majuskeln: Sigillum sei. Clement, adcausas. Das zweite Siegel von der Grösse eines fünfPfennigstückes enthält ebenfalls die Büste eines Heiligenmit gleicher Mitra; von seiner Legende nur noch ani(decani) de vorhanden; es hängt einer Urkunde von1344 an. Das dritte Siegel von der Grösse einesfünf Markstückes ist das Schöffensiegel von Wissel-ward 3 vom Jahre 1431; es führt im Schilde einenAnker und an beiden Seiten desselben ein Antonius-kreuz (crux commissa); als Schildhalter ist PapstClemens in vollem päpstl. Ornat dargestellt, der mit
1 Siehe Tafel Nr. 1.
2 Siehe Urk. Nr. V.
3 1428 hatten die Schöffen noch kein eigenes Siegel, wohl1431 Freitags nach Reminiscere. Was die beiden Antoniuskreuzeauf dem Siegel bedeuten, wissen wir nicht; es sei denn, dassin Wisselward eine Antoniusbruderschaft bestanden, oder dasses dort, wie ein hiesiges Lagerbuch meldet, eine eigene Kapelleoder Kirche gegeben hat, wovon sich jedoch sonst keine Spurentdecken lässt,