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So endigte diese Belagerung; Aachens, welche wohlals eine der denkwürdigsten des Mittelalters angesehenwerden kann. Das Verhalten der Bürger hei derselbenbildet das schönste Blatt in der aachener Geschichte.
Es ist unmöglich, die Verwüstung zu beschreiben,welche diese Belagerung in Aachen angerichtet hatte. DieEinwohner, durch Hunger, Noth und Entbehrungen allerArt geschwächt, schlichen hohläugig durch die nassenStrassen, Krankheiten entstanden, deren Ursachen auf diewährend der Belagerung erduldeten Leiden zurückzuführenwaren. Die meisten der in Lehmstakfachwerk errichtetenHäuser waren, so weit sie vom Wasser berührt worden,zu Grunde gegangen und bildeten lehmige, nasse Trümmer-haufen. Fast sämmtliche in der Stadt befindliche Kirchen,selbst das Münster nicht ausgenommen, hatten unter Wassergestanden und waren mehr oder weniger beschädigt worden,und wir erfahren aus einem Breve des Papstes Innocenz IV.vom 9. December 1249, welches er an den Bischof vonLüttich richtete, dass mehrere Kirchen von Grund auszerstört worden und an andere Stellen zu verlegen seien.Welche diese Kirchen waren, ist in dem Breve nichtangegeben. Auch die Münsterkirche hatte Beschädigungen• erlitten. Die Häuser des Stiftsclerus waren zerstörtworden und viele andere hatten schwer gelitten. Ueberall,wo das Auge hinsah, war Zerstörung und Trümmer. DerStadt war ein unermesslicher Schaden durch diese Bela-gerung zugefügt worden, an welchem sie noch vieleJahre zu leiden hatte.
In der Bestätigung der Rechte, welche König Richardam 22. Mai 1257 der Stadt gewährte, ') finden wir eineneigenthümlichen Passus, durch welchen der König denBürgern die Berechtigung verleiht, unter sich die Mittel
J ) Quix, Cod. dipl. pag. 124, Urk. 186. Lacomblot,Urkimdenbuch, If, 438.